Bauhütte 4.0 – Cluster innovativer urbaner Holzbau

Mit der Bauhütte 4.0 entsteht ein Cluster für innovativen urbanen Holzbau in Berlin in einer Zeit der Klimakrise und aufkommender urbaner Intelligenz. Sobald der Flughafen Tegel geschlossen wird, entsteht dort nach dem Willen des Berliner Senats ein innovativer Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien sowie ein Stadtquartier für mehr als 10.000 Bewohner/innen.

Nachhaltiges Bauen steht dabei im Fokus. „Langfristiges Ziel ist die Förderung von Stadtquartieren in Holzbauweise, um gezielt auf die steigenden Treibhausgasemissionen in urbanen Ballungsräumen zu reagieren“, so Prof. Raoul Bunschoten, Leiter des Fachgebiets Städtebau und nachhaltige Stadtentwicklung an der Technischen Universität Berlin.

In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Holger Kohl, und der Tegel Projekt GmbH, vertreten durch Prof. Dr. Philipp Bouteiller, soll auf dem TXL-Gelände die sogenannte Bauhütte 4.0 entstehen. Ein Cluster für den innovativen Holzbau, in dem Akteure der Zivilgesellschaft, Forstwirtschaft, Forschung und Entwicklung, Bauindustrie und Stadtentwicklung zusammenkommen, um nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.

Bauhütte 4.0
Quartiersplatz im künftigen Schuhmacher Quartier nach Ausarbeitung mit dem Cluster Bauhütte 4.0

Bauhütte 4.0 –  Berliner Senat bekennt sich zum Baustoff Holz

Bereits im September 2019 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin einen Bericht über „Nachhaltigkeit auf dem Bau: Berlin baut mit Holz“ zustimmend zur Kenntnis genommen. In dem Beschluss dazu heißt es unter anderem, dass „der Baustoff Holz in Berlin in deutlich stärkerem Umfang eingesetzt werden und als Kohlendioxidspeicher einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten“ soll.

Es wird daher angestrebt, in den künftigen neuen Stadtquartieren wie dem Schumacher Quartier in Berlin TXL oder den Buckower Feldern CO2-neutrale Modellquartiere mit europaweiter Signalwirkung zu entwickeln.

Bauhütte 4.0 – Technologien zur vernetzten intelligenten Produktion testen

Startschuss für das Projekt Bauhütte 4.0 ist die Untersuchung des Potenzials von Industrie 4.0 für die Wertschöpfungskette „Urbaner Holzbau“. Mit dieser Machbarkeitsstudie sollen Handlungsempfehlungen für Planer*innen, Architekt*innen, Holzindustrie, Bauwirtschaft, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen entwickelt werden, die zur Realisierung des Schumacher Quartiers beitragen können.

Hierzu gehören insbesondere Maßnahmen zur erfolgreichen Erschließung und Einführung von Technologien zur vernetzten intelligenten Produktion im Sinne von Industrie 4.0“, so Prof. Dr.-Ing. Holger Kohl, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IPK und Leiter des Fachgebiets Nachhaltige Unternehmensentwicklung an der Technischen Universität Berlin.

Quellenangaben: www.bauhuette40.com

Zukunftsfähige moderne Bürogebäude bauen

Sehr qualifizierte Bewerber entscheiden sich eher für zukunftsfähige moderne Bürogebäude. Für Unternehmen die im starken Wettbewerb stehen oder als innovativ gelten, sind deshalb moderne Bürogebäude ein wichtiger Bestandteil des Employer Branding.

Moderne Bürogebäude entstehen dann, wenn ein maßgeschneidertes und durchdachtes System hinter der Entwicklung von Objektbauten steht. Die Vorteile des Fertigbaus mit dem Baustoff Holz liegen auf der Hand und überzeugen immer mehr Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter eine optimale Umgebung für kreatives und leistungsfähiges Arbeiten schaffen wollen.

Das oberbayerische Unternehmen Regnauer Objektbau verfügt über die folgenden Vorteile beim Bau von zukunftsfähigen modernen Bürobauten :

  • Schnelle Projektabwicklung aus einer Hand
  • Schlüsselfertige Realisierung.
  • Hoher Vorfertigungsgrad für schnelle Montage bei garantiertem Festpreis und Fixtermin.
  • Problemlose Erstellung von Um- und Erweiterungsbauten sowie Flexibilität für eventuelle Nutzungsänderungen des Bürogebäudes
  • Hohe „Resilienz“ des Bürogebäudes
  • Zukunftsfähiges Gebäude hinsichtlich veränderter Anforderungen im Lebenszyklus

Moderne Bürogebäude unterstützen die Digitalisierung von Unternehmen

Die Digitalisierung ist die Zukunft für viele Unternehmen. An der Infrastruktur dafür arbeitet die Firma Inconnect in Ingolstadt als Dienstleister für Glasfaser- und Breitbandanschlüsse intensiv mit. Offensichtlich so erfolgreich, dass das starke Unternehmenswachstum Platz für zusätzliche Mitarbeiter erforderte. Die Entscheidung für einen Neubau fiel aber auch, weil er die Chance individueller Planung und maßgeschneiderter Lösungen bot.

Entstanden ist ein von Regnauer Gewerbebau geplantes und realisiertes lichtdurchflutetes Business-Gebäude auf vier Etagen. Mit optimalen Bedingungen für Wissens- und Kommunikationstätigkeiten. Für jede Aufgabenstruktur stehen angepasste Raumkonzepte zur Verfügung: Einzelbüros, Doppelarbeitsplätze, Gruppenbüros sowie Großraumbüros mit optisch und akustisch getrennten Arbeitsinseln. Alle Büros sind für die Zukunft flexibel durch eine Innenraumgestaltung mittels Stützensystem.

In das gesamte Gebäude „eingestreut“ sind Besprechungsräume, Meetingpoints für spontanen Austausch, Working-Cafe und Teeküchen mit Aufenthaltsangeboten. Für Regeneration und kreative Abwechslung dienen zusätzlich eine Terrasse im EG sowie Dachterrassen im 2. und 3. OG als Staffelgeschoss. Auch ein Fitnessraum inklusive Duschen steigert die Attraktivität des Arbeitsumfelds und damit die Motivation der Mitarbeiter. Sonnenschutzverglasung und Fußbodenheizung mit Fühlfunktion sorgen zu jeder Jahreszeit auch für physisch angenehmes und produktives Arbeitsklima.

Moderne Bürogebäude
Moderne Bürogebäude mit viel Glas sorgen für Transparenz und Innovation. Foto: Regnauer Objektbau

Regnauer Gewerbebau ist ein renommierter Hersteller von Bürogebäuden und Objektbauten. Das Motto von Regnauer lautet: Anforderungen erkennen, Arbeitsabläufe optimieren, Flächeneffizienz steigern. Und mehr noch. Durchdachte Raumkonzepte und die ökologische Holzbauweise für gesundes Raumklima und höchste Energieeffizienz bilden das Fundament ihres Bürobaus.

Holzmodulbauweise macht in Berlin weiter Schule

Die Holzmodulbauweise macht Schule, möchte man beim Anblick der geplanten Schulneubauten in Berlin bemerken. Die zügigen baulichen und pfiffigen Lösungen für den dringend benötigten Schulneubau kommen aus Frankfurt am Main und aus Vorarlberg. Die Kaufmann Bausysteme GmbH aus Reuthe fertigt ganze Schulen in Holzmodulbauweise. Das Architekturbüro NKBAK kümmert sich um die planerischen Herausforderungen.

Erfahrung hatte das innovative Vorarlberger Holzbauunternehmen bereits mit einem Schulbau der Europäischen Schule in Frankfurt in 2015. Seinerzeit wurden 98 Module für Klassenzimmer, Sanitärräume und Treppenhäuser in einer Werkhalle der Holzbaufirma in der Steiermark fix und fertig moniert. Fertig ausgestattent mit Wänden, Decken, Fenster, Sanitärobjekte, Heizkörper, Elektroverkabelung. Ein Standardklassenraum besteht aus drei Modulen. Jedes Modul wird per LKW an die Baustelle gebracht.

Erfolgsmodell Holzmodulbauweise für Berliner Schulbauoffensive

Wie in Frankfurt kommt die Konzeption der Schulen aus dem Leitungsteam der Architekten NKBAK aus Frankfurt am Main. Den Anfang machte die Integrierte Sekundarschule (ISS) Mahlsdorf im Berlin Bezirk Mahlsdorf /Hellersdorf für 550 Plätze. Die ISS ist das erste Bauvorhaben, das im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive fertigstellt wurde. Die Eröffnung der in Holzmodulbauweise errichteten Schule erfolgte zum Schuljahr 2019/20. Die ISS wird über eine vierzügige Sekundarstufe I (7. bis 10. Klasse) sowie eine zweizügige gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II – 11. bis 13. Klasse) verfügen.

Holzmodulbauweise
Serielle Holzmodulbauweise für den Schulneubau in Berlin

Bis zu 432 Schülerinnen und Schüler können in der neuen Schule in der Konrad-Wolf-Straße im Bezirk Lichtenberg unterrichtet werden. Die im August 2019 eingeweihte Grundschule – nur rund 7 Monate nach der Grundsteinlegung im Januar 2019 ist dreizügig angelegt. Das Gebäude ist in moderner Holzmodulbauweise errichtet worden und ökologisch wertvoll.

Zur Schule gehört eine teilbare Sporthalle samt Außenanlagen im offenen Ganztagsbetrieb. Die Raumkonzeption setzt neue Qualitätsmaßstäbe, die eigens für die Schulbauoffensive vom Architekturbüro entwickelt wurden. Die Mensa und der Mehrzweckraum wurden in einer Einheit geplant und bieten der zukünftigen Schulgemeinschaft eine attraktive Versammlungsmöglichkeit.

Holzmodulbauweise
Schule und Sporthalle in Holzmodulbauweise in der Konrad-Wolf-Straße in Berlin-Lichtenberg. Foto: Kaufmann Bausysteme

Kurze Bauzeit der Holzmodulbauweise überzeugt Berliner Senatsverwaltung

Laut Senatsverwaltung verkürzt das Prinzip der Holzmodulbauweise allein die Bauzeit auf weniger als die Hälfte. Zu 90 Prozent vorgefertigt kommen einzelne Elemente, sprich Module, auf der Baustelle an und werden dort zusammengefügt.

Die dritte Modulschule wurde im Februar 2020 in der Sewanstraße, ebenfalls Bezirk Lichtenberg eingeweiht. 430 Kinder sollen die neue Grundschule einmal besuchen und zwar im offenen Ganztagsbetrieb. 26 Unterrichtsräume, einen Mehrzweckraum mit Küche, diverse Lernwerkstätten und Verwaltungsräume beherbergt den neuen Schulbau. Die geschuppte Fassade in der Sewanstraße besteht aus 14 Zentimeter breiten Brettern aus Douglasie.

Immobilienwirtschaft und Green Buildings

Investoren und Immobiliengesellschaften setzen zunehmend auf den Nachhaltigkeitsfaktor Green Buildings. Die Erreichung weltweiter Klimaziele bis 2030 / 2050 treibt diese Entwicklung. Der europäische „Grüne Deal“ umfasst einen Fahrplan mit Maßnahmen zur Förderung einer effizienteren Ressourcennutzung durch den Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft und zur Wiederherstellung der Biodiversität und zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung.

Die Europäische Union (EU) will der erste klimaneutrale Kontinent werden. Klimawandel und Umweltzerstörung sind existenzielle Bedrohungen für Europa und die Welt. Deshalb braucht Europa eine neue Wachstumsstrategie, wenn der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen soll, in der

  • bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden
  • das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt wird
  • niemand, weder Mensch noch Region, im Stich gelassen wird.

Der „Grüne Deal“ der EU für eine nachhaltige Wirtschaft zeigt auf, welche Investitionen erforderlich sind und wie diese finanziert werden können, und erläutert, wie ein gerechter und inklusiver Übergang gelingen kann. Die EU will bis 2050 klimaneutral sein. Um dorthin zu gelangen, wurde ein europäisches Klimaschutzgesetz vorgeschlagen, das diese politische Verpflichtung in Recht gießt und zum Auslöser für Investitionen macht.

Green Buildings
Klimaneutrale Bürogebäude mit Holz in Metropolen wie Frankfurt bauen. Foto: Gumpp & Maier GmbH

Dazu müssen alle Wirtschaftssektoren einen aktiven Beitrag leisten:

• Investitionen in neue, umweltfreundliche Technologien
• Unterstützung der Industrie bei Innovationen
• Einführung umweltfreundlicherer, kostengünstigerer und gesünderer Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs
• Dekarbonisierung des Energiesektors
• Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden / Green Buildings
• Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zur Verbesserung weltweiter Umweltnormen.

Investitionen in nachhaltige Gebäude – Green Buildings – nehmen zu

Green Buildings
Stetiger Zuwachs beim Investitionsvolumen für Green Buildings ©BNP Paribas Real Estate

BNP Baribas Real Estate als internationaler Immobiliendienstleister hat in seiner Studie Investmentmarkt Green Buildings 2019 ermittelt, dass die Nachfrage nach zertifizierten Green Buildings gerade in den Großstädten steigt. Dort, wo die großen Immobilienentwicklungen laufen: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Köln gelten als die BIG 7. Eine weitere Erkenntnis: Der Fokus liegt auf modernen Bürogebäuden, die möglichst zentrumsnah liegen. Dass die großen Investoren wie offene Immobilienfonds oder Versicherer hier investieren, liegt letztlich vor allem am Mieter. Denn gerade die für die Investoren interessanten „bonitätsstarken“ Mieter wollen häufig nur noch zertifizierte Flächen. Als Merkmal dafür, dass ihnen ökologische Themen und soziale Verantwortung wichtig sind. Oder um ihren Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen Sustainable Development Goals (SDGs) zu demonstrieren. Darüber hinaus setzen auch die Investoren selbst immer stärker Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren der UNO um und verabschieden eigene, SDG-konforme Regeln für ein nachhaltiges Investieren.

Pensionskassen und geschlossene Fonds investieren in Green Buildings

Green Buildings
Die Anteile der größten Investoren zeigen den Trend zu Green Buildings ©BNP Paribas Real Estate

Holzgebäude werden zur CO2-Senke

Experten haben in einer interessanten Studie aufgezeigt, dass mit dem Rohstoff Holz als CO2-Senke die Klimaziele viel besser erreicht werden als mit der Produktion von Stahl und Beton. Warum das so ist, liegt an der CO2-Speicherfähigkeit von Holz. 

Die Experten führen aus, dass der Trend zum Wohnen in der Großstadt und das weltweite Bevölkerungswachstum eine enorme Nachfrage nach dem Bau neuer Gebäude für Wohnen und Gewerbe schaffen werden. Die Produktion von Zement und Stahl würde eine Hauptquelle von Treibhausgasen bleiben, wenn wir nicht handeln“, sagt die Hauptautorin der Studie, Galina Churkina, die sowohl der Yale School of Forestry and Environmental Studies in den USA als auch dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Deutschland (PIK) angehört.

„Diese Risiken für das globale Klimasystem können aber in ein wirksames Mittel zur Eindämmung des Klimawandels verwandelt werden, wenn wir den Einsatz von technisch verarbeitetem Holz – engineered wood – im weltweiten Bausektor stark steigern. Unsere Analyse zeigt, dass dieses Potenzial unter zwei Bedingungen realisiert werden kann. Erstens: Die geernteten Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet. Zweitens: Das Holz aus dem Abriss von Gebäuden wird weiterverwendet.“

Wenn im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt werden, dann entsteht gleich doppelter Nutzen für die Klimastabilisierung. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern.:

1. Dadurch werden Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden.

2. Holz kann Gebäude in eine Kohlenstoffsenke / CO2-Senke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert wird.

CO2-Senke
Statt nur mit Zement und Stahl zu bauen führt Holz zur CO2-Senke (Foto: Huber & Sohn, Bachmehring)

Holzgebäude verfügen über riesiges Potential als CO2-Senke

Obwohl die erforderliche Menge an Holz in deutschen Wäldern theoretisch verfügbar ist, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, betonen die Autoren. Die Wissenschaftler fassen mehrere Belegketten zusammen, von der offiziellen Statistik zu Holzernten bis hin zu komplexen Simulationsmodellen, und ermitteln auf dieser Grundlage, dass theoretisch die derzeit ungenutzten Potenziale der weltweiten Holzernte den Bedarf des 10-Prozent-Holz-Szenarios decken würden.

Es könnte sogar den Bedarf des 50- und 90-Prozent-Holz-Szenarios decken, wenn die Bodenfläche pro Person in Gebäuden weltweit nicht steigen, sondern auf dem aktuellen Durchschnitt bleiben würde. „Es gibt hier eine ziemliche große Unsicherheit sowie einen starken Bedarf an politischen Maßnahmen zur Aufwertung der Wälder und ihrer Produkte, aber grundsätzlich sieht es vielversprechend aus“, betont Co-Autor Christopher Reyer vom PIK.

„Bäume bieten uns eine Technologie von beispielloser Perfektion“, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Ko-Autor der Studie und emeritierter Direktor des PIK. „Sie entziehen unserer Atmosphäre CO2 und wandeln es in Sauerstoff zum Atmen und in Kohlenstoff im Baumstamm um, den wir nutzen können. Ich kann mir keine sicherere Art der Kohlenstoffspeicherung vorstellen.

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Fachartikel: Nature Sustainability, doi:10.1038/s41893-019-0462-4

Welche Bürogebäude braucht die Arbeitswelt 4.0?

Die Transformation der Arbeit hat längst begonnen. Mit Schlagworten wie Arbeitswelt 4.0 oder „Industrie 4.0“ sind Entwicklungen in der Arbeitswelt angestoßen, die Unternehmen und deren Mitarbeiter unmittelbar betreffen. Daher stellt sich auch die Frage der Arbeitsbedingungen in Gebäuden.

Hinter dem Begriff Arbeitswelt 4.0 verbergen sich große wirtschaftliche Prozesse die durch die Digitalisierung und der damit verbundenen Neuausrichtung von betrieblichen Prozessen einhergehen. Damit werden bestimmte bisherige Geschäftsmodelle gefährdet oder gefördert, je nach strategischer Ausrichtung. Denn der Wettbewerb reagiert heute schnell mit sogenannten „disruptiven“ Geschäftsmodellen.

Mehr denn je stehen die Unternehmen und die Mitarbeiter im Mittelpunkt dieser Entwicklungen zur Arbeitswelt 4.0. Durch stetige Weiterbildung und lebenslangem Lernen werden sich die Belegschaften der Unternehmen darauf einstellen müssen.

Welche Lern- und Arbeitswelten müssen Unternehmen in einer Arbeitswelt 4.0 anbieten, um als attraktiver Arbeitgeber in der Außenwirkung wahrgenommen zu werden? Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien gestaltet Abläufe weitaus flexibler als bisher. Doch meist sind die Arbeitsabläufe und Büros an die Gebäude von gestern angepasst.

Arbeitswelt 4.0 bauen
Moderne Bürogebäude in Holzbauweise für die Arbeitswelt 4.0 bauen

Die Frage wird sein: Können die innovativen Unternehmen von heute mit nicht mehr zeitgemäßen Bürogebäuden die Transformation in ein neues Zeitalter schaffen?

Arbeitswelt 4.0 fordert mittelständische Unternehmen

Die Nachwuchsgeneration, die mit digitalen Medien aufgewachsen ist und die virtuelle Arbeitswelt wird die Arbeitsbedingungen von morgen prägen. Nur wer sich in seiner Arbeitsumgebung wohlfühlt, kann sein Potenzial frei entfalten. Eine innovativ und individuell gestaltete Arbeitsumgebung trägt maßgeblich dazu bei, dass Unternehmensziele erreicht werden. Sie unterstützt die Zufriedenheit der Mitarbeiter, fördert die Kommunikation und steigert so die Produktivität eines Unternehmens.

Die Unternehmensberatung Deloitte hat in einer Studie für mittelständische Unternehmen untersucht, wie sich neue Medien, aber auch der demografische Wandel und der immer stärker zunehmende globale Austausch die Art und Weise verändern, wie Menschen in Unternehmen arbeiten.

Die vollständige Studie von Deloitte zur Arbeitswelt 4.0 von Deloitte können sie hier abrufen. Weitere Informationen zur Planung von modernen Bürogebäuden in Holzbauweise im Zeitalter der Arbeitswelt 4.0 erhalten Sie direkt mit dem folgenden Link auf das Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de.

Purelivin mit Musterwohnung auf der bautec 2020

Purelivin ist vom 18.-21. Februar 2020 auf der internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik auf dem Berliner Messegelände, der bautec 2020, vertreten. Bei der bautec stehen die großen Herausforderungen der Bau- und Wohnungswirtschaft im Mittelpunkt.

Es gilt, mit innovativen Lösungen die Zukunft zu gestalten, für einen kostensparenden, nachhaltigen Wohnungsbau. Die Umsetzung der Energiewende benötigt eine Erhöhung der Energieeffizienz beim Bauen. Purelivin hat die Lösung.

Bauen und Wohnen mit purelivin neu denken

Purelivin präsentiert dem internationalen Fachpublikum sein revolutionäres, modulares Holzmassivbau-Konzept. Ressourcenknappheit, Klimaerwärmung, steigende Baukosten, lange Bauzeiten, mangelhafte Ausführung – das sind nur einige Punkte, die das Team um purelivin antreiben, Bauen und Wohnen neu zu denken.

purelivin Logo
Bauen und Wohnen neu gedacht mit purelivin

Purelivin ist angetreten den Wohnbau zu revolutionieren – klimapositiv, nachhaltig und vor allem effizient in Planung und Ausführung. Erstmalig auf der bautec 2020 präsentiert purelivin – ein Unternehmen der ZIMA Unternehmensgruppe und Kaufmann Bausysteme – sein revolutionäres Holzmassivbau-Konzept.

Neben einer vollausgestatteten begehbaren 1:1 purelivin Wohnung mit insgesamt 50 m² Fläche (Halle 2.2 B / Stand 2703) wird das Konzept im Rahmen eines Vortrags im Baupraxisforum am 19. Februar 2020 um 10 Uh präsentiert. Ein weiteres Highlight für purelivin stellt die Nominierung für den bautec INNOVATION AWARD 2020 dar.

purelivin reagiert auf die Herausforderungen im Wohnungsbau

purelivin ist ein revolutionär neuer Ansatz für Bauen und Wohnen. Seriell vorgefertigte, komplett ausgebaute Raummodule aus Massivholz werden nach dem Prinzip „Plug & Play“ zu multifunktionalen Wohneinheiten kombiniert.

purelivin Musterwohnung
purelivin Musterwohnung auf der bautec 2020

Das Ergebnis sind Räume und Gebäude, die nicht nur ein modernes und besonderes Ambiente garantieren, sondern auch ganz entscheidende Vorteile in Sachen Gesundheit, Raumklima und Werthaltigkeit haben. Darüber hinaus steht purelivin durch den Einsatz des Rohstoffs Holz für klimapositives Bauen. Holzmassiv in Kombination mit der seriellen Vorfertigung in herausragender Qualität ermöglicht kurze Bauzeiten, reduziert Immissionen vor Ort auf ein Minimum und schafft Wohneinheiten, die zu beinahe 100 % wiederverwertbar sind.

purelivin – Messehighlights im Überblick | bautec Berlin 18. bis 21. Februar 2020

  • Messestand: Halle 2.2B / Stand 2703
  • Präsentation purelivin im Baupraxisforum: 19.2.2020, 10 Uhr, Halle 2.2.
  • Architects’ Run: 2x täglich, Anmeldung https://www.bautec.com/FuerBesucher/Rundgaenge/
  • Holzbau Netzwerk Berlin Podiumsdiskussion im Baupraxis Zentrum: 20.2.2020 ab 16:30 Uhr, Halle 2.2
  • Prämierung bautec.INNOVATION AWARD 2020: 21.2.2020 um 13 Uhr

Förderung Holzbauweise in München geht weiter

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats in München hat beschlossen, den Bau von Holzbauprojekten weiter zu fördern. Noch in diesem Jahr soll ein Zuschussprogramm für Geschosswohnungen in Holzbauweise aufgelegt werden. Gefördert werden sollen Einzelprojekte im Stadtgebiet sowie Siedlungen. Damit will die Stadt die höheren Kosten für den Bau mit nachwachsenden Rohstoffen abmildern. Die Förderung der Holzbauweise in München geht also weiter.

Derzeit entsteht im südlichen Bereich des Prinz-Eugen-Parks in Bogenhausen die mit 570 Wohnungen größte zusammenhängende Holzbausiedlung Deutschlands. Das Planungsreferat möchte hier eine Mustersiedlung schaffen, die als Vorbild dienen soll. Stadtbaurätin Elisabeth Merk hat vor allem die CO2-Bilanz im Blick: „Die Betonbauweise setzt CO2 frei, die Holzbauweise bindet und speichert CO2.“ Demnach würden im Prinz-Eugen-Park durch die Holzbauweise am Ende 13.000 Tonnen CO2 gebunden. „Wer mit Holz baut, spart bis zu 56 Prozent CO2“, so Merk.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk ist bereits seit 2007 im Amt. Seit ihrem Amtsantritt wurden etwa 70.000 Wohnungen gebaut: Fast 5.400 Wohnungen sind jährlich unter ihrer Regie entstanden. Und in dem Tempo wird es weitergehen. Weitere Holzbausiedlungen sollen im zweiten Realisierungsabschnitt in Freiham Nord, im Kreativquartier und in der Bayernkaserne sowie auf Teilflächen südwestlich der Henschelstraße in Aubing-Lochhausen entstehen. Bei der Vergabe städtischer Grundstücke strebt die Stadt an, dass die Hälfte der Gebäude in Holzbauweise errichtet werden.

Holzbauweise München
Förderung Holzbauweise in München – so sollen Neubauten im Areal der Bayernkaserne aussehen. Foto: Hilmer, Sattler, Albrecht

Für das heutige Areal der Bayernkaserne will das Planungsreferat 2020 das Konzept eines urbanen Gebietes entwickeln, das spätestens 2030 Platz für 15.000 Menschen bieten soll. „Das ist in etwa so, als ob man eine komplett neue Kleinstadt auf die Beine stellt“, so Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Förderung der Holzbauweise in München durch Bundesbauministerium

Das Bundesbauministerium unterstützt das Projekt im Rahmen des „Nationalen Projekts des Städtebaus“, wofür die Bayernkaserne ausgewählt wurde. Gefördert wird das neue Quartier demnach mit 1,47 Millionen Euro. Das Planungsreferat möchte den Zuschuss dazu nutzen, die urbanen Qualitäten des neuen Viertels zu sichern. Vor allem das Quartiersmanagement sei dabei entscheidend, so  Merk.

Innerhalb des zweiten Realisierungsabschnittes des Bauprojektes Freiham Nord ist es denkbar, ein weiteres Holzbauviertel zu schaffen. Auch das Areal südwestlich der Henschelstraße hat Merk im Blick. Auch dieses Gebiet komme als weiterer Standort für die energieeffiziente und ökologische Holzbauweise in Frage. Merk ist von dem Rohstoff begeistert: „Mich wundert es, dass in Deutschland noch keine ähnlichen, großangelegten Holzbauprojekte angestoßen wurden.“

Als nächstes steht unter anderem der Baubeginn des zweiten „Stelzenhauses“ Münchens am Reinmarplatz an. Hier entstehen über einem Parkplatz nicht nur neue Wohnflächen. Die Gewofag startet im Frühjahr 2020 mit einem weiteren „Stelzenbau“ auf dem Reinmarplatz, mit etwa 12.500 Quadratmetern Geschossfläche. Das Prinzip ist dabei einfach wie effizient: Über einem Parkplatz wird auf Säulen ein mehrgeschossiges Gebäude in Holzbauweise erstellt. Vorbild hierfür ist ein Stelzenhaus am Dantebad als Geschosswohnungsbau, das über dem dortigen Parkplatz gebaut wurde.

 

 

 

BIMwood – Forschung für den modernen Holzbau

BIMwood entwickelt die Wertschöpfungskette Planen und Bauen mit Holz vor dem Hintergrund der digitalen Transformation. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Weiterentwicklung von Methoden, Werkzeugen und Handeln im vorgefertigten Holzbau zur Verbesserung reibungsloser Planungs- und Datenmanagementprozesse.

Building Information Modeling (BIM) ist eine 3D-basierte Planungsmethode, die den Hochbau derzeit tiefgreifend verändert. Sie hat das Potenzial, den industrialisierten Holzbau technisch und wirtschaftlich zu fördern und dem Bauen mit Holz zu breiterem wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen.

Noch ist die BIM-Methode jedoch für die Anforderungen des modernen Holzbaus nicht optimiert. Die TU München will der Digitalisierung im Holzbau den Weg ebnen. Die Lehrstühle „Entwerfen und Holzbau“ und „Architekturinformatik“ der Technischen Universität München möchten mit dem Forschungsprojekt BIMwood dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Zusammen mit den Praxispartnern Prause Holzbauplanung, den BIM-Experten AEC3, lattkearchitekten und dem Holzbauunternehmen Gumpp + Maier startet das aus Mitteln des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe unterstützte Projekt mit dreijähriger Laufzeit im August 2019.

BIMwood
BIM-Modell vom Tragwerk eines Gebäudes in Holzständerbauweise. (Bild © Prause Holzbauplanung)

Die Partner untersuchen, welche Hemmnisse einer BIM-Anwendung im Holzbau momentan entgegenstehen und entwickeln daraus konkrete Vorschläge für eine holzbaugerechte BIM-Anwendung, die als Ergebnis in einem Handbuch zur Verfügung stehen sollen. Ohne den Einstieg in die Planungsmethode BIM wird die Holzbauweise, insbesondere beim urbanen und großvolumigen Bauen, in Zukunft nicht konkurrenzfähig sein können.

BIMwood wird das Bauen mit Holz revolutionieren

Building Information Modeling (BIM) wird vor allem bei Großprojekten immer mehr zum Standard. Die BIM-Methode unterstützt die Kommunikation der verschiedenen Parteien beim Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Im Kern wird mit einer BIM-Software ein dreidimensionales Gebäudemodell erstellt, das, je nach vereinbartem Standard zur Informationstiefe, Daten von Zeichnungen, Materialien, Produkten sowie Mengen und Kosten aller am Planungsprozess Beteiligten bündelt und transparent macht. Änderungen an einer Stelle der Planung, z. B. der Lage und Dimension eines Holzbalkens, spiegeln sich automatisch in allen Informationsebenen wieder, also in Grundrissen und Schnitten sowie in der Mengenaufstellung und der Kostenberechnung. Auch Simulationen wie die des Energieverbrauchs oder des thermischen Verhaltens von Bauteilen können mit Hilfe der Daten generiert werden. Alle am Bauprozess Beteiligten haben Zugriff auf das Modell und sind so stets auf dem gleichen Wissensstand.

BIMwood
BIM-Modell von Dachfenstern, Treppen, Verbindungsmitteln, Versorgungsleitungen, Stahlträgern und Betonbauteilen des obigen Gebäudes (Bid © Prause Holzbauplanung)

BIM und die Anforderungen des modernen Holzbaus passen gut zusammen: Wie bei der BIM-Methode sind beim vorgefertigten Bauen mit Holz Entscheidungen in frühen Planungsphasen notwendig. Ebenso wichtig ist das frühe Einbinden der Holzbaukompetenz über Fachingenieure oder Holzbauunternehmen, denn auf der Baustelle sind Korrekturen nicht mehr möglich. Untersuchungen aus dem Vorläuferprojekt leanWOOD der TU München haben gezeigt, dass es hier aktuell noch hakt: Holzbauprojekte mit Vorfertigung werden häufig nach dem klassischen, phasenweisen Ablauf, wie er aus dem konventionellen Bauen bekannt ist, abgewickelt. Die Holzbaukompetenz wird zu spät in den Prozess mit einbezogen, was oftmals zu langwierigen und aufwändigen Korrekturen im Nachhinein führt.

Das Team um die TU München will zügig in die Untersuchungen einsteigen um der Branche, parallel zu den schnell voranschreitenden Entwicklungen in der digitalen Planung, neuste Erkenntnisse aus BIMwood zu bieten.

Leitfaden Nachhaltiges Bauen des Bundes

Nachhaltiges Bauen und Handeln bedeutet, ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte gleichberechtigt zu berücksichtigen, um nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und gleiche Lebenschancen hinterlassen zu können.

Speziell das Bauwesen muss sich aufgrund der in Anspruch genommenen materiellen und monetären Ressourcen sowie der entstehenden Umweltwirkungen intensiv dem Thema annehmen. Für den Gebäudesektor wird dies angesichts des Klimawandels und der knapper werdenden Ressourcen immer wichtiger.

Gebäude stellen komplexe Systeme zur Erfüllung definierter Aufgaben und Funktionen dar. Sie sind unter anderem Lebensraum und Arbeitsumgebung, haben Einfluss auf Komfort, Gesundheit und Zufriedenheit der Nutzer sowie auf die Qualität des Zusammenlebens.

Es geht dabei um Fragen zum umwelt- und klimagerechten Bauen, zur gebotenen Energie, Ressourcen- und Kosteneffizienz oder auch zu den Anforderungen der demographischen Entwicklung.

Für die zivilen Baumaßnahmen des Bundes wurden die Methoden des Leitfadens Nachhaltiges Bauen bereits 2001 verbindlich eingeführt. Mit der vollständig überarbeiteten Fassung 2013 wurden die Qualitätsanforderungen für die Bundesbauten grundlegend fortentwickelt und praxisnah präzisiert.

Ziel des Handelns sollten deshalb möglichst nachhaltige Gebäude sein, die damit auch energiesparende und ressourcenschonende Qualtäten aufweisen. Die umfängliche Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Lebenszyklus eines Gebäudes, das heißt bei der Planung, Errichtung, Nutzung und Modernisierung sowie dem Rückbau, sollte aktiv gestaltet und beeinflusst werden.

Nachhaltiges Bauen
Nachhaltiges Bauen gelingt mit dem nachwachsenden Baustoff Holz eindrucksvoll

Nachhaltiges Bauen, Planen, Nutzen und Betreiben von Gebäuden

Der Leitfaden richtet sich an alle beteiligten Akteure in der Phase der Planung und Realisierung von Gebäuden und deren Außenanlagen und bietet eine Unterstützung für die Nutzungs- und Betriebsphase des Gebäudes. Aufgrund der hohen Planungs- und Bauqualität sowie der Regelungsdichte wird in Deutschland bereits standardmäßig eine Vielzahl an Einzelaspekten des nachhaltigen Bauens berücksichtigt.

Der Leitfaden Nachhaltiges Bauen baut auf folgenden Überlegungen auf:

  • Die Berücksichtigung von Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung wird zum integralen Bestandteil aller Planungs- und Entscheidungsprozesse über den Lebenszyklus einer Immobilie. Dies schließt die Formulierung von Zielen sowie die Überprüfung und Bewertung der Zielerreichung mit ein.
  • Zur Unterstützung der Akteure stehen abhängig vom Arbeits-, Verantwortungs- und Einflussbereich und von der Lebenszyklusphase spezifische Anforderungen, Vorgehensweisen und Hilfsmittel zur Verfügung.
  • Dabei sind die Komplexität des Planens, Bauens und Betreibens im Allgemeinen sowie der in die üblichen Entscheidungsprozesse eingebetteten Nachhaltigkeitsbewertung zu berücksichtigen. Gleichzeitig sind handhabbare Lösungen mit einem angemessenen Aufwand an Kosten und Zeit zu entwickeln.

Der Leitfaden Nachhaltiges Bauen ist bei der Durchführung der Hochbauaufgaben des Bundes von den Verwaltungen im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) verbindlich.

Herausgeber des Leitfadens Nachhaltiges Bauen:

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Alt-Moabit 140, 10557 Berlin, Internet: www.bmi.bund.de

Redaktion: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Referat II 5 – Nachhaltiges Bauen, E-Mail: achhaltigesbauen@bbr.bund.de, Internet: www.bbsr.bund.de

Den vollständigen Text zum Leitfaden des BMI zum Thema Nachhaltiges Bauen erhalten Sie über den Link.

Schnelle Holzmodulbauweise sorgt für Berliner Schulneubauten

Die Stadt Berlin setzt auf den Holzbau und die Holzmodulbauweise beim Bau neuer Schulen. Der gesamte Prozess ist schnell vonstatten gegangen: Vom Beginn der Planung bis zur Fertigstellung sind insgesamt nur drei Jahre vergangen – inklusive zweier europaweiter Ausschreibungen. Das Land investierte 34,8 Millionen Euro und blieb damit weitgehend im Kostenrahmen.

Aufgrund der hohen Vorfertigung mit der vorteilhaften modularen Holzbauweise konnte nach nicht einmal einem Jahr nach der Grundsteinlegung Anfang August 2019 die integrierte Sekundarschule (ISS) Berlin-Mahlsdorf ihren Betrieb aufgenommen. Bis zu 550 Schüler und Schülerinnen können hier jetzt unterrichtet werden. Die Integrierte Sekundarschule bietet eine vierzügige Sekundarstufe I (7.-10. Klasse) sowie eine zweizügige Sekundarstufe II (11.-13. Klasse). Die für den Schulsport neu errichtete Dreifeld-Sporthalle wird auch Vereinen zur Verfügung stehen.

Andreas Krawczyk vom beauftragten Architekturbüro NKBAK aus Frankfurt erläutert, dass 290 Holzbaumodule insgesamt verbaut wurden. Drei Module bilden einen Klassenraum, wie der Architekt ergänzt. Jedes wurde mit bodentiefen Fenstern, Türen und Installationen wie Heizkörper und Steckdosen bei einer Firma in Köpenick vormontiert und zur Baustelle geliefert. Verantwortlich für die Systembauweise in Holzmodulbauweise ist die Vorarlberger Baufirma Kaufmann Bausysteme.

Drei Berliner Schulen werden in Holzmodulbauweise erstellt

Schule Holzmodulbauweise
Berline Schulneubau in Mahlsdorf als Holzmodulbauweise wurde mit dem Berliner Holzbaupreis ausgezeichnet.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Vor weniger als einem Jahr haben wir hier in Mahlsdorf Richtfest für die neue Integrierte Sekundarschule gefeiert, heute übergeben wir das Gebäude nun an seine neuen Nutzerinnen und Nutzer. Die ISS Mahlsdorf ist damit das erste Bauvorhaben, das wir im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive fertigstellen. Die Schule gehört als Modellvorhaben zu drei Schulneubauten, die erstmalig in Berlin in Holzmodulbauweise erstellt werden.

Ebenfalls Anfang August 2019 ging auch das zweite Projekt, die Konrad-Wolf-Grundschule in Lichtenberg an den Start, ebenfalls pünktlich zum Beginn des neuen Grundschuljahres. Dank der innovativen Holzbauweise und der deutlich beschleunigten Verfahren konnten wir die Bauzeit gegenüber der Errichtung eines konventionellen Baus um die Hälfte reduzieren. Die Projekte zeigen dabei auf hervorragende Art und Weise, dass Schnelligkeit und Qualität nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Holz präge das Raumklima und sei auch unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll. “

Senat des Landes Berlin setzt auf den urbanen Holzbau

Durch den Einsatz des nachwachsenden Baustoffs Holz könnten relevante Klimagasentlastungen für das Land Berlin erschlossen werden, heißt es vonseiten des Senats. „So bindet der Einsatz von einem Kubikmeter Holz bei einer Baumaßnahme rund eine Tonne CO2 über die gesamte Nutzungsdauer des Holzproduktes. Wird eine Schule für 1.000 Schüler in Holzbauweise errichtet, werden bis zu 750 Kubikmeter Holz eingesetzt. Das entspricht einer Einsparung von 750 t CO2.“ CO2 neutrales Bauen mit Holz ist zur Erreichung der Klimaziele auf dem Vormarsch.

 

Gumpp & Maier setzt auf Lösungen aus Holz

Das oberschwäbische Holzbau-Unternehmen Gumpp & Maier aus Binswangen hat mit einer neuen Produktionslinie eine der modernsten Fertigungslinien Europas in Betrieb genommen, die den Werkstoff Holz zu einem High-End-Produkt veredeln. Die Nachfrage zum klimafreundlichen Bauen mit Holz setzt solche Investitionen voraus, um komplexe Gewerbebauten in Holzbauweise schnell, präzise, flexibel und in hoher Vorfertigung erstellen zu können.

Neben den technischen Vorzügen der neuen Fertigungslinie, besteht der größte Mehrwert darin, Elemente mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen und einer Höhe von bis zu vier Metern produzieren zu können. Mit dieser Investition in die Zukunft hat sich Gumpp & Maier die Möglichkeit geschaffen, die Produktionskapazität in den nächsten Jahren zu verdoppeln.

Gumpp & Maier
Firmenzentrale des Holzbau-Unternehmens Gumpp & Maier im oberschwäbischen Binswangen. Foto Gumpp & Maier

Gumpp & Maier baut moderne Bürogebäude in klimafreundlicher Holzbauweise

Erfolgreiche Unternehmen investieren heutzutage in die Poduktion, den Vertrieb ihrer Produkte und in die Mitarbeiter. Funktionale sowie auch in der Architektur bemerkenswerte Firmen- und Bürogebäude stellen einen hohen Firmen- und Unternehmenswert dar. Sie repräsentieren das Unternehmen nach außen hin gegenüber Kunden und Mitarbeitern. Dabei spielt der Baustoff Holz mit seinem Wohlfühklima im Inneren des Gebäudes mittlerweile eine erhebliche Rolle.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Holz eine beruhigende und angenehme Wirkung beim Arbeiten in Innenräumen erzielt. Mitarbeiter, die sich den ganzen Tag über in Gebäuden mit dem Naturbaustoff Holz befinden, schätzen das Holz-Ambiente sehr. Die heutige Arbeitswelt im Zeitalter der Digitalisierung benötigt helle und transparente Räume zum Wohlfühlen.

Der Softwareentwickler Euregon AG beauftragte Lattke Architekten aus Augsburg mit der Planung des neues Firmen- und Bürogebäudes. Das ausführende Holzbauunternehmen Gumpp & Maier erstellte die tragende Struktur des Holzskelettbaus in BauBuche, einem Furnierschichtholz.

Bürogebäude bauen
Moderne Bürogebäude in Holzskelettbauweise bauen durch Gumpp & Maier. Foto Euregon AG

Der Außenbereich erfährt die gleiche gestalterische Aufmerksamkeit. Das Gebäude steht im Grünen. Bäume vermitteln den Eindruck eines lichten Waldes und spenden Schatten für den Parkplatz. Der Eingang auf der Südseite wird begleitet von einem bepflanzten Wasserbecken. Nach Norden öffnet sich der Wirtsbereich über eine Schiebetüre auf eine breite hölzerne Terrasse direkt in den angrenzenden Park. Der Schattenwurf des Überstandes macht sich deutlich bemerkbar, da eine direkte solare Einstrahlung im Sommer vermieden wird und auf technischen Sonnenschutz verzichtet werden kann.

 

 

Holz-Hochhäuser als Nachverdichtung in München

Holz-Hochhäuser als Markenzeichen der Holzhauptstadt München. Die Messestadt München soll auf spektakuläre Weise städtebaulich wachsen. Elf Holz-Hochhäuser in einer Reihe sind geplant. Die Höhe der einzelnen Gebäude variiert zwischen 45 und 60 Metern.

Zwischen Ausstellungshallen und dem südlich angrenzenden Wohngebiet, soll auf vorhandenen Freiflächen eine Reihe mit Hochhäusern in Holzbauweise entstehen. Vorgesehen sind erschwingliche Mietwohnungen, Räume für innovative Unternehmen oder für die Stadtverwaltung. Erstmals könnte auch eine Wohnungsbaugenossenschaft einen Turm übernehmen.

Holz-Hochhäuser als städtebauliches Markenzeichen

Stadtbaurätin Elisabeth Merk gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Wir stellen uns eine ganz besondere Mischung von fortschrittlicher Architektur, bei der Belegung der Komplexe und der Nutzung der Freiräume zwischen den Hochhäusern vor.“

Holz-Hochhäuser
11 Holz-Hochhäuser sollen zwischen den Ausstellungshallen der Messe im Norden und dem Wohngebiet im Süden entstehen. (Foto: Mahl Gebhard Konzepte mit Sauerbruch Hutton)

Noch ist das Vorhaben zwar nur eine Planungsidee. München kann in der Messestadt Riem durch die Nachverdichtung an der Willy-Brandt-Allee wachsen. Davon ist die Stadtbaurätin überzeugt. Voraussetzung für eine endgültige Beurteilung ist aber eine Machbarkeitsstudie. Sie soll aufzeigen, wie man die vorgeschlagene Bebauung für Holz-Hochhäuser auf der tieferliegenden U-Bahntrasse realisieren kann.

Das Konzept für das Band aus Holz-Hochhäuser stammt von der Münchner Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Andrea Gebhard, die die Entwicklung der Messestadt schon lange begleitet. „Jetzt müsse man die Chance nutzen, in der Mitte der Messestadt einen Beitrag zur Baukultur zu leisten“, sagt Andrea Gebhard.

Holz-Hochhäuser als innovative und experimentelle Wohntypologie

Neben bis zu 800 Mietwohnungen in Verbindung mit sozialen Einrichtungen und Kindertagesstätten, sollen auf dem Terrain in einer Kette „innovative und experimentelle Wohntypologien“ wie Holz-Hochhäuser, entstehen. Auch Verwaltungs- und Bürohäuser sind möglich. Das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton (Museum Brandhorst und ADAC-Zentrale in München) hat entsprechende Studien bereits in Konzepte für die Gebäude in Holzbauweise übertragen.

Holz-Hochhäuser
Aus der Willy-Brandt-Allee in der Messestadt Riem soll ein Boulevard mit elf Holz-Hochhäuser enstehen. Simulation: Mahl Gebhard Konzepte mit Sauerbruch Hutton

Bereits 2011 entstand das ehemals höchste Holz-Hochhaus Deutschlands in der „City of Wood“ in Bad Aibling. Mit dem Projekt loteten die Architekten, B&O und der Holzbauer Huber & Sohn die Möglichkeiten eines Bausystems aus Massivholz für den Geschosswohnungsbau aus. Dringend benötigter Wohnraum in Städten wird durch den mehrgeschossigen Wohnungsbau in Holzbauweise schnell und klimafreundlich geschaffen.

Serielles Bauen und industrielle Vorfertigung

Eine Studie der Wohnungswirtschaft Norddeutschland und Thüringen verdeutlicht die Marktchancen durch serielles Bauen im Wohnungsmarkt. Die stark gestiegene Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in vielen Großstadtregionen, macht eine deutliche Ausweitung des Wohnungsneubaus erforderlich.

Die aktuelle Intention des seriellen Bauens ist die zügige Errichtung von kosteneffizientem und qualitätsvollem Wohnraum. Es geht also auf keinen Fall darum, nur billigen, aber dadurch minderwertigen oder wenig nachhaltigen Wohnraum zu erschaffen.

Einen weiterer wesentlicher Aspekt durch serielles Bauen bilden die gleichbleibenden Ausführungsstandards und eine damit verbundene verbesserte Qualitätssicherung. Serielles Bauen ist grundsätzlich gekennzeichnet durch Standardisierung, Wiederholung und Mengeneffekte und kann sich auf verschiedene Phasen bzw. Bereiche des Bauens beziehen, z. B.:

  • Planungsprozesse
  • einzelne Bauphasen und -prozesse
  • Einzelelemente und Bauteile
  • das „Produkt“ Wohnung bzw. das Wohngebäude insgesamt

In der Praxis sind diese unterschiedlichen Bereiche nicht strikt voneinander trennbar, sondern oft miteinander verknüpft und untereinander kombinierbar.

Serielles Bauen durch Modulbauweise und Raumsystembauweise

Module sind seriell und industriell vorgefertigte Bauteile, die vor Ort oder bereits im Herstellerwerk zu dreidimensionalen Raumeinheiten zusammengefügt werden. Raummodule wurden bisher in Beton oder Holzhybridbauweise errichtet, sie sind selbsttragend und waren bisher vornehmlich im Bereich von Bädern und Garagen eingesetzt.

In jüngerer Zeit wir jedoch die Modulbauweise aber auch zum Bau ganzer Gebäude eingesetzt. Diese Bauweise basiert auf einem bestimmten Raster und der Stapelung bzw. Reihung von Modulen. Die Abgrenzung zwischen Modul und Element ist zum Teil etwas schwierig, die Grenzen sind fließend.

Serielles Bauen
Serielles Bauen im Holzbau schafft schnellen und günstigen Wohnraum für verschiedene Wohnbau-Konzepte, Foto: Kaufmann Bausysteme

Sehr erfolgreich in Segment der Holzmodulbauweise bzw. Raumzellenfertigung ist das Vorarlberger Holzbauunternehmen Kaufmann Bausysteme aus Reuthe unterwegs. Zahlreiche Bauten wie zum Beispiel das mit einem Architekturpreis versehene Studentenwohnheim aus Holz „Woodie“ in Hamburg. Aber auch Hotels und soziale Wohnbauprojekte werden durch die maktführende Holzbaufirma aus dem Bregenzerwald durch serielles Bauen realisiert.

Serielles bauen durch Vorverlagerung der Produktion

Im Gegenteil zum konventionellen Bauen erfolgt die Fertigung bestimmter Elemente vorab in einer lokalen Produktionsstätte. Diese Vorgehensweise stützt sich stark auf computergestützte Verfahren und den Einsatz neuer Herstellungstechniken, Maschinen und Werkstoffe. Hierzu müssen die Erstellungsprozesse und Details, wie Transport, Konstruktion, Schnittstellen und Entwurf, bereits vorab festgelegt werden und die Planungen vor Baubeginn abgeschlossen sein.

Die Elemente werden witterungsunabhängig und mit einer gleichbleibenden Qualität sowie erhöhten Präzision hergestellt, ganz nach dem „Just-in-time – Prinzip. Die Bauteile sind auf der Baustelle verfügbar und können nach einem genau festgelegten System montiert werden. Hierdurch werden die Abläufe auf der Baustelle optimiert und es entfallen Lagerhaltungskosten. Durch den Transport sind Einzelteile aber auf ein bestimmtes Größenmaß begrenzt. Die wirtschaftlichen Einsparpotenziale des seriellen Bauens im Hinblick auf Kosten –und Zeitersparnis sowie eine Verbesserung der Qualität sind garantiert aufgrund standardisierter Bauweisen.

Städte- und Wohnungsbau muss ökologischer werden

Die „Expertemkommission Nachhaltiges Bauen“ (KNBau) beim Umweltbundesamt (UBA) legte Empfehlungen für klimaschonendes Bauen und zukunftssicheren Städte- und Wohnungsbaubau vor. Die KNBAau appeliert in einem neuen Papier an Bund, Länder und Kommunen, stärkere ökologische Standards im Rahmen der Wohnraumoffensive festzuschreiben. „Jetzt bietet sich die einmalige Chance, klimaschonendes Bauen und zukunftssicheren Städtebau in der Breite zu verankern sowie über angepasste KfW-Förderprogramme die im Gebäudesektor versäumten Maßnahmen zum Klimaschutz nachzuholen“, sagt Dr. Burkhard Schulze Darup, stellvertretender Vorsitzender der KNBau. Die KNBau ist ein Gremium externer Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis, das das UBA berät. Sie ist unabhängig und unterliegt keiner Weisung durch das UBA.

Klimaneutrale Quartiere bauen ist ein Zukunftstrend im Städte- und Wohnungsbau

„Mit öffentlichen Geldern gefördertes Bauen muss – auch wenn es in manchen Ballungsräumen augenscheinlich großer Eile bedarf – im Einklang mit unseren internationalen Klimaschutz-Vereinbarungen sein. Nur klimaschonende Gebäude mit hoher gestalterischer und Aufenthalts-Qualität garantieren auf Dauer attraktiven Wohnraum. Erfahrene Planerinnen und Planer realisieren hochwertige Effizienzstandards mit Passivhaus-Technologie für nur 50 bis 100 Euro Mehrinvestition pro m² Wohnfläche“, so Schulze Darup.

Städte- und Wohnungsbau
Der Städte- und Wohnungsbau benötigt eine ökologische Wohnraumoffensive. Bild © Pakula & Fischer Architekten

Städte- und Wohnungsbau benötigt lebenswerte ökologische Wohnquartiere

„Die Stadtplanung hat für langfristig attraktiven und zukunftssicheren Wohnraum ebenfalls eine hohe Bedeutung – das lehren uns die heute noch spürbaren Fehler des Städte- und Wohnungsbaus der Nachkriegszeit, mit ihrem Fokus auf großflächige, reine Wohnsiedlungen immer geringerer Dichte und der Dominanz des Autoverkehrs“, so Dr. habil. Matthias Lerm, Mitglied der KNBau und Stadtarchitekt der Stadt Jena.

Die Empfehlungen der KNBau legen in insgesamt acht Punkten dar, was für die Steigerung und den langfristigen Erhalt der Attraktivität von Wohnraum in Städten beachtet werden sollte. Wichtig sei vor allem, noch stärker als bisher zu einer qualitätsorientierten Entwicklung bestehender Gebäude, Wohnquartiere und Stadtteile zu kommen, z.B. über eine Besteuerung von Leerständen und Zweitwohnungen. Auf diese Weise ließe sich ebenfalls attraktiver Wohnraum schaffen – und zugleich die für lebenswerte Städte notwendige, qualitätsvolle Dichte erhalten.

Kompakte, gemischtgenutzte Stadtquartiere sollten zum Standard werden – sie bieten eine höhere Wohnqualität und sind zudem deutlich günstiger zu Fuß, per Fahrrad oder durch den öffentlichen Nahverkehr erschließbar als großflächig zersiedelte Gebiete. Durch solche Maßnahmen könne es auch gelingen, die Attraktivität schrumpfender Städte zu erhalten und dadurch den Teufelskreis der stetigen Abwanderung vor allem jüngerer Menschen in die Ballungsräume zu beenden – eine wirksame Maßnahme, um dort eine weitere Zuspitzung der Wohnungsnot zu verhindern.

Sigurd Maier, CEO des Ratgeber-Portales Holzbauwelt.de meint dazu: Bei der Umsetzung der Wohnraumoffensive kann der mehrgeschossige Wohnungsbau in Holzbauweise wirksam helfen. Einmal  durch die vorteilhafte hohe Vorfertigung durch den CO2-neutralen Baustoff Holz und zum anderen gerade auch zum Erreichen der Klimaziele.“

„Im Mehrgeschossigen Wohnungsbau in der Gebäudeklasse 4 und 5 bewährt sich sowohl das modulare Bauen mit der Holzmodulbauweise wie auch die Holzhybridbauweise im Verbund von Beton, Stahl und Holz.“

 

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