Mit Holz bauen für den Klimaschutz

Energieeffizient und klimaschonend mit Holz bauen ist eine wirkliche Alternative zum herkömmlichen Bauen mit anorganischen und endlichen Baustoffen wie z.B. Mörtel und Beton. Die Politik dreht an vielen Stellschrauben, um das Klima zu schützen. Beim Wohnungsbau wäre noch Potenzial, sowohl im Einfamilienhausbau wie auch im Mehrfamilienhausbau. Auch im Gewerbebau setzen verantwortungsvolle Firmen mittlerweile auf den Baustoff Holz.

Den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, sieht das Abkommen von Paris vor. Landbasierte Klimaschutzmaßnahmen, vor allem Aufforstung, Wiederaufforstung und das Vermeiden von Entwaldung, können wesentlich dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Denn Bäume entziehen der Atmosphäre durch den Aufbau von Biomasse das Treibhausgas CO2 und bekämpfen dadurch die Erderwärmung.

Wenn von einem Holzhaus die Rede ist, kommen vielen Menschen zunächst Fachwerkhäuser oder Berghütten in den Sinn – nicht aber, dass es sich dabei um eine hochmoderne Bauweise handeln könnte. Die modernen Holzwerkstoffe konkurieren längst mit Stahl, beton und Zement. Dabei wäre es durchaus im Interesse des Klimaschutzes, vermehrt auf Holz als Baustoff zu setzen. Denn die Welt erlebt einen Bauboom, und die Betonproduktion sorgt für reichlich CO2-Emissionen.

Holz Bauen
Objektbauten aus Holz nutzen dem Klimaschutz und haben einen hohen Wohnwert

Holz hingegen ist nicht nur ein nachwachsender Rohstoff; Bäume fungieren außerdem als Kohlenstoffspeicher, da sie CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und einlagern. In Deutschland werden jedoch bislang nur 18 Prozent der Gebäude aus Holz errichtet. Dabei könnte die Klimabilanz des Bausektors wesentlich besser ausfallen, wenn man den Anteil erhöhen würde, wie Prof. Dr. Annette Hafner mit ihrem Team vom Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen der Ruhr Universität Bochum zeigte.

In einer 2017 veröffentlichten Studie rechneten die Ingenieurinnen und Ingenieure vor, wie viel CO2 man einsparen könnte, wenn man 55 Prozent der Einfamilienhäuser und 15 Prozent aller Mehrfamilienhäuser zwischen 2016 und 2030 aus Holz erbauen würde. Das Ergebnis beläuft sich auf 23,9 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis, denn Holzgebäude dienen als CO2-Senke. Eine Auswahl an Holzhaus-Hersteller für klimafreundliche Holzhäuser finden Sie auf dem Ratgeber-Portal Holzbauwelt.de. Häuser aus Holz erfüllen mühelos die bezuschussten KfW-Standards für energieeffizientes Bauen.

Holzmodulbauweise soll ambitionierten Bautermin sicherstellen

Für die Fertigung eines Studentenwohnheimes mit 42 Einzelwohnungen und eines Unterrichtsgebäude wird die Holzmodulbauweise in Dorfen/Oberbayern bevorzugt, damit der ambitionierte Bautermin eingehalten werden kann. Die Zeit drängt, da im September 2020 bereits das Gebäude zum Unterrichtsbeginn zur Verfügung stehen soll.

Die Akademie für Sozialverwaltung aus Wasserburg will in Dorfen eine Niederlassung eröffnen. Der Immobilienunternehmer Robert Decker, dem das Meindl-Areal gehört, wird dort bis September 2020 ein Studentenwohnheim mit 42 Einzelwohnungen und ein Unterrichtsgebäude in ökologischer Holzbauweise errichten.

Die Gebäude werden aus vorgefertigten Modulen gebaut, die sich schnell auf- und auch wieder schnell abbauen lassen. Die Stadt Dorfen begrenzte das Baurecht auf acht Jahre. Für die Fertigung verantwortlich zeichnet die ebenfalls im Meindl-Areal in Dorfen ansässige Timber Homes GmbH & Co. KG. Ein Gemeinschaftsunternehmen von Robert Decker und der Holzbaufirma Huber & Sohn aus Bachmehring.

Holzmodulbauweise
Ein Studentenwohnheim und Unterrichtsgebäude in Holzmodulbauweise in Dorfen / Oberbayern

Brigitte Schulan, die Leiterin der Beamtenschule, ist sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sicher: „Wir gehen davon aus, dass es klappt.“ Ihre Einrichtung braucht dringend mehr Platz. Seit 1993 werden in Wasserburg Beamte für die Sozialverwaltung ausgebildet. An der Akademie lernen gut 100 angehenden Beamte des mittleren Dienstes, an der dazugehörigen Hochschule studieren noch einmal doppelt so viele Anwärter für den gehobenen Dienst.

Die Absolventen der Beamtenschule die später zum Beispiel bei den Rentenversicherungen oder im Zentrum für Familie und Soziales arbeiten werden, kommen während ihrer Studienzeit mehrmals für drei bis sechs Monate nach Wasserburg. Bei ihrem Aufenthalt haben sie Anspruch auf ein Zimmer in einem Wohnheim. Das Bildungszentrum wurde für 170 Studierende konzipiert. Mehrmals wurden externe Wohnungen gemietet, „nun gehen uns aber auch die Hörsäle aus“, sagt Schulan.

Die Holzmodulbauweise ist prädestiniert für das seriellen und modulare Bauen von mehrgeschossigen Gebäuden, wie die eines Studentenwohnheimes. Der Vorteil der modularen Bauweise liegt neben der hohen Vorfertigung in der Werkhalle unter anderem darin, dass sich gleichartig ausgestattete Wohneinheiten vorteilhaft in Serie bauen lassen. Komplett mit allen Anschlüssen und der fertigen Einrichtung werden die Module lediglich noch auf der Baustelle zusammengefügt.

Modulares Bauen mit Holz durch Timber Homes

Timber Homes GmbH & Co. KG aus Dorfen ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Josef Huber und Rober Decker. Josef Huber ist Geschäftsführer des renommierten Holzbau-Unternehmens Huber & Sohn aus dem oberbayerischen Bachmehring und Robert Decker ist ein innovativer Immobilienentwickler aus dem nahegelegenen Dorfen.

Vom Geschäftspartner Huber & Sohn kommen die entwickelten und patentierten Massivholzwände, die bei mehrgeschossigen Bauwerken längst Verwendung finden. Bestes Beispiel dafür ist das ehemals höchste Holzhochhaus in Bad Aibling, ein Achtgeschosser der B&O Gruppe. Das Wohngebiet Timbertown in Eiselfing bei Wasserburg ist ein ebenso gutes Beispiel für ökologisches Bauen in Holzmassivbauweise. Durch die Massivholzwände erreichen die errichteten Wohnungen den höchsten Energiestandard KfW 40 plus.

Modulbauweise holz
Modulares Bauen mit Holz zur Schaffung von mehrgeschossigen Wohnraumgebäuden

Gebäude schnell durch modulares Bauen in Holzbauweise erstellen

Timber Homes hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorteile der Holzmodulbauweise in hoher Vorfertigungstiefe für die Schaffung von Wohnraum zu nutzen. Ein ausgereiftes Bau- und Wohnkonzept sorgt für die komplette Vorfertigung von Wohnmodulen in Holzbauweise.

Ein Raummodul enthält auf 25 m² Wohnraum alles was 1-2 Personen zum Wohnen benötigen: Küche, Nasszelle, WC, Diele, Stauraum, Schlaf- und Sitzmöglichkeit, Tisch, TV-Gerät und Smart-Home-Ausstattung. Die Wohnraummodule sind ausschließlich als Serienfertigung für größere Bauprojekte konzipiert. Im Einfamilienhausbau wird dagegen die Vorfertigung einzelner Holzrahmenbauteile bevorzugt.

Modulares Bauen
Badezimmer im Wohngebäude eines modernen Wohnmodules

Das modulare Bauen mit Holz ist eine kostengünstige und schnelle Bauweise um im mehrgeschossigen Bauen neuen Wohnraum zu schaffen. Potentielle Kunden von Modulbauten sind kommunale Bauträger, private Investoren und Architekten, die Bauprojekte für viele Menschen in kürzester Bauzeit mit hohem Energiestandard umsetzen wollen.

Flexible Planung trotz Standardisierung von Wohnmodulen möglich

Planer und Architekten können mit den Wohnmodulen in Holzbauweise ganz einfach mehrgeschossige Wohnhäuser planen. Das modulare Bauen mit Holzmodulen ist bestens für die Erstellung von Boardinghäusern, Studentenwohnungen, Hotels, Sozialbauten, Doppel- und Reihenhäuser sowie Wohnanlagen geeignet.

Timber Homes unterstützt Sie bei der Realisierung von Bauprojekten in modularer Holzbauweise. Über den vorgegebenen Link können Sie Ihre Anfrage stellen.

Bauhütte 4.0 – Cluster innovativer urbaner Holzbau

Mit der Bauhütte 4.0 entsteht ein Cluster für innovativen urbanen Holzbau in Berlin in einer Zeit der Klimakrise und aufkommender urbaner Intelligenz. Sobald der Flughafen Tegel geschlossen wird, entsteht dort nach dem Willen des Berliner Senats ein innovativer Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien sowie ein Stadtquartier für mehr als 10.000 Bewohner/innen.

Nachhaltiges Bauen steht dabei im Fokus. „Langfristiges Ziel ist die Förderung von Stadtquartieren in Holzbauweise, um gezielt auf die steigenden Treibhausgasemissionen in urbanen Ballungsräumen zu reagieren“, so Prof. Raoul Bunschoten, Leiter des Fachgebiets Städtebau und nachhaltige Stadtentwicklung an der Technischen Universität Berlin.

In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Holger Kohl, und der Tegel Projekt GmbH, vertreten durch Prof. Dr. Philipp Bouteiller, soll auf dem TXL-Gelände die sogenannte Bauhütte 4.0 entstehen. Ein Cluster für den innovativen Holzbau, in dem Akteure der Zivilgesellschaft, Forstwirtschaft, Forschung und Entwicklung, Bauindustrie und Stadtentwicklung zusammenkommen, um nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.

Bauhütte 4.0
Quartiersplatz im künftigen Schuhmacher Quartier nach Ausarbeitung mit dem Cluster Bauhütte 4.0

Bauhütte 4.0 –  Berliner Senat bekennt sich zum Baustoff Holz

Bereits im September 2019 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin einen Bericht über „Nachhaltigkeit auf dem Bau: Berlin baut mit Holz“ zustimmend zur Kenntnis genommen. In dem Beschluss dazu heißt es unter anderem, dass „der Baustoff Holz in Berlin in deutlich stärkerem Umfang eingesetzt werden und als Kohlendioxidspeicher einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten“ soll.

Es wird daher angestrebt, in den künftigen neuen Stadtquartieren wie dem Schumacher Quartier in Berlin TXL oder den Buckower Feldern CO2-neutrale Modellquartiere mit europaweiter Signalwirkung zu entwickeln.

Bauhütte 4.0 – Technologien zur vernetzten intelligenten Produktion testen

Startschuss für das Projekt Bauhütte 4.0 ist die Untersuchung des Potenzials von Industrie 4.0 für die Wertschöpfungskette „Urbaner Holzbau“. Mit dieser Machbarkeitsstudie sollen Handlungsempfehlungen für Planer*innen, Architekt*innen, Holzindustrie, Bauwirtschaft, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen entwickelt werden, die zur Realisierung des Schumacher Quartiers beitragen können.

Hierzu gehören insbesondere Maßnahmen zur erfolgreichen Erschließung und Einführung von Technologien zur vernetzten intelligenten Produktion im Sinne von Industrie 4.0“, so Prof. Dr.-Ing. Holger Kohl, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IPK und Leiter des Fachgebiets Nachhaltige Unternehmensentwicklung an der Technischen Universität Berlin.

Quellenangaben: www.bauhuette40.com

Zukunftsfähige moderne Bürogebäude bauen

Sehr qualifizierte Bewerber entscheiden sich eher für zukunftsfähige moderne Bürogebäude. Für Unternehmen die im starken Wettbewerb stehen oder als innovativ gelten, sind deshalb moderne Bürogebäude ein wichtiger Bestandteil des Employer Branding.

Moderne Bürogebäude entstehen dann, wenn ein maßgeschneidertes und durchdachtes System hinter der Entwicklung von Objektbauten steht. Die Vorteile des Fertigbaus mit dem Baustoff Holz liegen auf der Hand und überzeugen immer mehr Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter eine optimale Umgebung für kreatives und leistungsfähiges Arbeiten schaffen wollen.

Das oberbayerische Unternehmen Regnauer Objektbau verfügt über die folgenden Vorteile beim Bau von zukunftsfähigen modernen Bürobauten :

  • Schnelle Projektabwicklung aus einer Hand
  • Schlüsselfertige Realisierung.
  • Hoher Vorfertigungsgrad für schnelle Montage bei garantiertem Festpreis und Fixtermin.
  • Problemlose Erstellung von Um- und Erweiterungsbauten sowie Flexibilität für eventuelle Nutzungsänderungen des Bürogebäudes
  • Hohe „Resilienz“ des Bürogebäudes
  • Zukunftsfähiges Gebäude hinsichtlich veränderter Anforderungen im Lebenszyklus

Moderne Bürogebäude unterstützen die Digitalisierung von Unternehmen

Die Digitalisierung ist die Zukunft für viele Unternehmen. An der Infrastruktur dafür arbeitet die Firma Inconnect in Ingolstadt als Dienstleister für Glasfaser- und Breitbandanschlüsse intensiv mit. Offensichtlich so erfolgreich, dass das starke Unternehmenswachstum Platz für zusätzliche Mitarbeiter erforderte. Die Entscheidung für einen Neubau fiel aber auch, weil er die Chance individueller Planung und maßgeschneiderter Lösungen bot.

Entstanden ist ein von Regnauer Gewerbebau geplantes und realisiertes lichtdurchflutetes Business-Gebäude auf vier Etagen. Mit optimalen Bedingungen für Wissens- und Kommunikationstätigkeiten. Für jede Aufgabenstruktur stehen angepasste Raumkonzepte zur Verfügung: Einzelbüros, Doppelarbeitsplätze, Gruppenbüros sowie Großraumbüros mit optisch und akustisch getrennten Arbeitsinseln. Alle Büros sind für die Zukunft flexibel durch eine Innenraumgestaltung mittels Stützensystem.

In das gesamte Gebäude „eingestreut“ sind Besprechungsräume, Meetingpoints für spontanen Austausch, Working-Cafe und Teeküchen mit Aufenthaltsangeboten. Für Regeneration und kreative Abwechslung dienen zusätzlich eine Terrasse im EG sowie Dachterrassen im 2. und 3. OG als Staffelgeschoss. Auch ein Fitnessraum inklusive Duschen steigert die Attraktivität des Arbeitsumfelds und damit die Motivation der Mitarbeiter. Sonnenschutzverglasung und Fußbodenheizung mit Fühlfunktion sorgen zu jeder Jahreszeit auch für physisch angenehmes und produktives Arbeitsklima.

Moderne Bürogebäude
Moderne Bürogebäude mit viel Glas sorgen für Transparenz und Innovation. Foto: Regnauer Objektbau

Regnauer Gewerbebau ist ein renommierter Hersteller von Bürogebäuden und Objektbauten. Das Motto von Regnauer lautet: Anforderungen erkennen, Arbeitsabläufe optimieren, Flächeneffizienz steigern. Und mehr noch. Durchdachte Raumkonzepte und die ökologische Holzbauweise für gesundes Raumklima und höchste Energieeffizienz bilden das Fundament ihres Bürobaus.

Holzmodulbauweise macht in Berlin weiter Schule

Die Holzmodulbauweise macht Schule, möchte man beim Anblick der geplanten Schulneubauten in Berlin bemerken. Die zügigen baulichen und pfiffigen Lösungen für den dringend benötigten Schulneubau kommen aus Frankfurt am Main und aus Vorarlberg. Die Kaufmann Bausysteme GmbH aus Reuthe fertigt ganze Schulen in Holzmodulbauweise. Das Architekturbüro NKBAK kümmert sich um die planerischen Herausforderungen.

Erfahrung hatte das innovative Vorarlberger Holzbauunternehmen bereits mit einem Schulbau der Europäischen Schule in Frankfurt in 2015. Seinerzeit wurden 98 Module für Klassenzimmer, Sanitärräume und Treppenhäuser in einer Werkhalle der Holzbaufirma in der Steiermark fix und fertig moniert. Fertig ausgestattent mit Wänden, Decken, Fenster, Sanitärobjekte, Heizkörper, Elektroverkabelung. Ein Standardklassenraum besteht aus drei Modulen. Jedes Modul wird per LKW an die Baustelle gebracht.

Erfolgsmodell Holzmodulbauweise für Berliner Schulbauoffensive

Wie in Frankfurt kommt die Konzeption der Schulen aus dem Leitungsteam der Architekten NKBAK aus Frankfurt am Main. Den Anfang machte die Integrierte Sekundarschule (ISS) Mahlsdorf im Berlin Bezirk Mahlsdorf /Hellersdorf für 550 Plätze. Die ISS ist das erste Bauvorhaben, das im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive fertigstellt wurde. Die Eröffnung der in Holzmodulbauweise errichteten Schule erfolgte zum Schuljahr 2019/20. Die ISS wird über eine vierzügige Sekundarstufe I (7. bis 10. Klasse) sowie eine zweizügige gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II – 11. bis 13. Klasse) verfügen.

Holzmodulbauweise
Serielle Holzmodulbauweise für den Schulneubau in Berlin

Bis zu 432 Schülerinnen und Schüler können in der neuen Schule in der Konrad-Wolf-Straße im Bezirk Lichtenberg unterrichtet werden. Die im August 2019 eingeweihte Grundschule – nur rund 7 Monate nach der Grundsteinlegung im Januar 2019 ist dreizügig angelegt. Das Gebäude ist in moderner Holzmodulbauweise errichtet worden und ökologisch wertvoll.

Zur Schule gehört eine teilbare Sporthalle samt Außenanlagen im offenen Ganztagsbetrieb. Die Raumkonzeption setzt neue Qualitätsmaßstäbe, die eigens für die Schulbauoffensive vom Architekturbüro entwickelt wurden. Die Mensa und der Mehrzweckraum wurden in einer Einheit geplant und bieten der zukünftigen Schulgemeinschaft eine attraktive Versammlungsmöglichkeit.

Holzmodulbauweise
Schule und Sporthalle in Holzmodulbauweise in der Konrad-Wolf-Straße in Berlin-Lichtenberg. Foto: Kaufmann Bausysteme

Kurze Bauzeit der Holzmodulbauweise überzeugt Berliner Senatsverwaltung

Laut Senatsverwaltung verkürzt das Prinzip der Holzmodulbauweise allein die Bauzeit auf weniger als die Hälfte. Zu 90 Prozent vorgefertigt kommen einzelne Elemente, sprich Module, auf der Baustelle an und werden dort zusammengefügt.

Die dritte Modulschule wurde im Februar 2020 in der Sewanstraße, ebenfalls Bezirk Lichtenberg eingeweiht. 430 Kinder sollen die neue Grundschule einmal besuchen und zwar im offenen Ganztagsbetrieb. 26 Unterrichtsräume, einen Mehrzweckraum mit Küche, diverse Lernwerkstätten und Verwaltungsräume beherbergt den neuen Schulbau. Die geschuppte Fassade in der Sewanstraße besteht aus 14 Zentimeter breiten Brettern aus Douglasie.

Immobilienwirtschaft und Green Buildings

Investoren und Immobiliengesellschaften setzen zunehmend auf den Nachhaltigkeitsfaktor Green Buildings. Die Erreichung weltweiter Klimaziele bis 2030 / 2050 treibt diese Entwicklung. Der europäische „Grüne Deal“ umfasst einen Fahrplan mit Maßnahmen zur Förderung einer effizienteren Ressourcennutzung durch den Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft und zur Wiederherstellung der Biodiversität und zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung.

Die Europäische Union (EU) will der erste klimaneutrale Kontinent werden. Klimawandel und Umweltzerstörung sind existenzielle Bedrohungen für Europa und die Welt. Deshalb braucht Europa eine neue Wachstumsstrategie, wenn der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen soll, in der

  • bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden
  • das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt wird
  • niemand, weder Mensch noch Region, im Stich gelassen wird.

Der „Grüne Deal“ der EU für eine nachhaltige Wirtschaft zeigt auf, welche Investitionen erforderlich sind und wie diese finanziert werden können, und erläutert, wie ein gerechter und inklusiver Übergang gelingen kann. Die EU will bis 2050 klimaneutral sein. Um dorthin zu gelangen, wurde ein europäisches Klimaschutzgesetz vorgeschlagen, das diese politische Verpflichtung in Recht gießt und zum Auslöser für Investitionen macht.

Green Buildings
Klimaneutrale Bürogebäude mit Holz in Metropolen wie Frankfurt bauen. Foto: Gumpp & Maier GmbH

Dazu müssen alle Wirtschaftssektoren einen aktiven Beitrag leisten:

• Investitionen in neue, umweltfreundliche Technologien
• Unterstützung der Industrie bei Innovationen
• Einführung umweltfreundlicherer, kostengünstigerer und gesünderer Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs
• Dekarbonisierung des Energiesektors
• Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden / Green Buildings
• Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zur Verbesserung weltweiter Umweltnormen.

Investitionen in nachhaltige Gebäude – Green Buildings – nehmen zu

Green Buildings
Stetiger Zuwachs beim Investitionsvolumen für Green Buildings ©BNP Paribas Real Estate

BNP Baribas Real Estate als internationaler Immobiliendienstleister hat in seiner Studie Investmentmarkt Green Buildings 2019 ermittelt, dass die Nachfrage nach zertifizierten Green Buildings gerade in den Großstädten steigt. Dort, wo die großen Immobilienentwicklungen laufen: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Köln gelten als die BIG 7. Eine weitere Erkenntnis: Der Fokus liegt auf modernen Bürogebäuden, die möglichst zentrumsnah liegen. Dass die großen Investoren wie offene Immobilienfonds oder Versicherer hier investieren, liegt letztlich vor allem am Mieter. Denn gerade die für die Investoren interessanten „bonitätsstarken“ Mieter wollen häufig nur noch zertifizierte Flächen. Als Merkmal dafür, dass ihnen ökologische Themen und soziale Verantwortung wichtig sind. Oder um ihren Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen Sustainable Development Goals (SDGs) zu demonstrieren. Darüber hinaus setzen auch die Investoren selbst immer stärker Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren der UNO um und verabschieden eigene, SDG-konforme Regeln für ein nachhaltiges Investieren.

Pensionskassen und geschlossene Fonds investieren in Green Buildings

Green Buildings
Die Anteile der größten Investoren zeigen den Trend zu Green Buildings ©BNP Paribas Real Estate

Holzgebäude werden zur CO2-Senke

Experten haben in einer interessanten Studie aufgezeigt, dass mit dem Rohstoff Holz als CO2-Senke die Klimaziele viel besser erreicht werden als mit der Produktion von Stahl und Beton. Warum das so ist, liegt an der CO2-Speicherfähigkeit von Holz. 

Die Experten führen aus, dass der Trend zum Wohnen in der Großstadt und das weltweite Bevölkerungswachstum eine enorme Nachfrage nach dem Bau neuer Gebäude für Wohnen und Gewerbe schaffen werden. Die Produktion von Zement und Stahl würde eine Hauptquelle von Treibhausgasen bleiben, wenn wir nicht handeln“, sagt die Hauptautorin der Studie, Galina Churkina, die sowohl der Yale School of Forestry and Environmental Studies in den USA als auch dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in Deutschland (PIK) angehört.

„Diese Risiken für das globale Klimasystem können aber in ein wirksames Mittel zur Eindämmung des Klimawandels verwandelt werden, wenn wir den Einsatz von technisch verarbeitetem Holz – engineered wood – im weltweiten Bausektor stark steigern. Unsere Analyse zeigt, dass dieses Potenzial unter zwei Bedingungen realisiert werden kann. Erstens: Die geernteten Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet. Zweitens: Das Holz aus dem Abriss von Gebäuden wird weiterverwendet.“

Wenn im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt werden, dann entsteht gleich doppelter Nutzen für die Klimastabilisierung. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern.:

1. Dadurch werden Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden.

2. Holz kann Gebäude in eine Kohlenstoffsenke / CO2-Senke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert wird.

CO2-Senke
Statt nur mit Zement und Stahl zu bauen führt Holz zur CO2-Senke (Foto: Huber & Sohn, Bachmehring)

Holzgebäude verfügen über riesiges Potential als CO2-Senke

Obwohl die erforderliche Menge an Holz in deutschen Wäldern theoretisch verfügbar ist, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, betonen die Autoren. Die Wissenschaftler fassen mehrere Belegketten zusammen, von der offiziellen Statistik zu Holzernten bis hin zu komplexen Simulationsmodellen, und ermitteln auf dieser Grundlage, dass theoretisch die derzeit ungenutzten Potenziale der weltweiten Holzernte den Bedarf des 10-Prozent-Holz-Szenarios decken würden.

Es könnte sogar den Bedarf des 50- und 90-Prozent-Holz-Szenarios decken, wenn die Bodenfläche pro Person in Gebäuden weltweit nicht steigen, sondern auf dem aktuellen Durchschnitt bleiben würde. „Es gibt hier eine ziemliche große Unsicherheit sowie einen starken Bedarf an politischen Maßnahmen zur Aufwertung der Wälder und ihrer Produkte, aber grundsätzlich sieht es vielversprechend aus“, betont Co-Autor Christopher Reyer vom PIK.

„Bäume bieten uns eine Technologie von beispielloser Perfektion“, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Ko-Autor der Studie und emeritierter Direktor des PIK. „Sie entziehen unserer Atmosphäre CO2 und wandeln es in Sauerstoff zum Atmen und in Kohlenstoff im Baumstamm um, den wir nutzen können. Ich kann mir keine sicherere Art der Kohlenstoffspeicherung vorstellen.

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Fachartikel: Nature Sustainability, doi:10.1038/s41893-019-0462-4

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