Kurze Bauzeit mit Holzsystembauweise erzielt

Der Beweis ist erbracht: Mit der Holzsystembauweise lassen sich in kurzer Zeit mehrgeschossige Holzbauten für bezahlbaren Wohnraum erstellen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG der Stadt München ließ an der Schittgablerstraße in der Lerchenau 46 neue Wohnungen von der Bachmehringer Holzbaufirma Huber & Sohn erstellen. Innerhalb von nur 12 Monaten waren die acht zwei- und dreigeschossigen Holzhybridgebäude bezugsfertig. Dank der hohen Vorfertigung durch das beauftragte Holzbauunternehmen.

Mit der Anfang Dezember 2017 erfolgten letzten Übergabe sind nun alle Wohnungen vermietet. Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG: „Wir haben hier unser mittlerweile drittes Projekt im Wohnungsbausofortprogramm der Landeshauptstadt München erfolgreich abgeschlossen. Die beiden GEWOFAG-Objekte am Dantebad und an der Bodenseestraße zeichnen sich durch einen hohen Vorfertigungsgrad aus. Diese guten Erfahrungen haben wir auch hier genutzt und die Gebäude in Holzsystembauweise erstellt. So konnten wir binnen Jahresfrist fast 50 bezahlbare Wohnungen schaffen, die sich harmonisch in ihr Umfeld einfügen.“

In den Gebäuden entstanden 30 Ein-, sieben Zweieinhalb- und neun Dreizimmerwohnungen sowie ein Gemeinschaftsraum. Der Zugang zu den Wohnungen erfolgt über Laubengänge, die auch als Balkonersatz nutzbar sind. Durch die in vier Reihen hintereinander gesetzten Gebäudepaare entsteht eine Abfolge von Höfen mit Obstbäumen, einem Nutzgarten und Spielplatzflächen.

Baustoff Holz mit der zeitsparenden Holzsystembauweise erhielt den Zuschlag

Die Belegung erfolgte über das Amt für Wohnen und Migration im Sozialreferat der Landeshauptstadt München zu gleichen Teilen mit anerkannten Flüchtlingen und berechtigten Haushalten verschiedener Einkommensstufen. Wie bei allen Projekten des Wohnungsbausofortprogramms ist auch an der Schittgablerstraße eine gut durchmischte Bewohnerstruktur einer der wichtigsten Faktoren bei der Belegung.

Holzsystembauweise
Moderne Holzfassade an den GEWOFAG-Gebäuden in der Schittgablerstraße in Holzsystembauweise (Foto: Roland Weegen)

Im März 2018 besichtigten Mitglieder des Arbeitskreises Ökologie und Ökonomie der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit proHolz Bayern zwei Holzgebäude in München. Der erste Halt der Exkursion waren die von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG errichteten Wohnungen in der Schittgablerstraße in der Lerchenau. Die 46 Wohneinheiten wurden in Massivholzbauweise errichtet und sind Teil des Wohnungsbausofortprogramms „Wohnen für Alle“ der Landeshauptstadt München. Projektleiter Florian Lippmann erläuterte den Teilnehmern die Gründe, die für den Baustoff Holz sprachen. So wurde die Ausschreibung zunächst unabhängig von der Wahl des Baustoffes ausgeschrieben.

Bedingung war jedoch eine hohe Vorfertigung der Bauteile. Der Generalunternehmer B&O habe dazu gemeinsam mit der Holzbaufirma Huber & Sohn eine Bewerbung für eine Errichtung in Holzbauweise abgegeben, damit das wirtschaftlichste Angebot eingereicht und den Zuschlag erhalten. „Zwei Stockwerke wurden innerhalb von 2,5 Wochen regendicht aufgestellt“, berichtete Florian Lippmann. Auch die bisherigen Erfahrungen seien durchweg positiv. „Im Vergleich zu anderen Bauprojekten der GEWOFAG waren hier die Mängellisten sehr gering“, so Lippmann. Wie positiv das Wohnklima in diesem Gebäude ist, konnten die Teilnehmer durch eine Besichtigung des Treppenhauses und der Betriebsräume erfahren.

Holzsystembauweise überzeugt durch Vorfertigung und hohe Qualität

Zur Chronologie der GEWOFAG-Projekte „Wohnen für alle„: Den Anfang machte das Pilotprojekt „Wohnen am Dantebad – Sozialer Wohnungsbau durch Nachverdichtung“, bei dem erstmals ein Parkplatz überbaut wurde, ohne diesen in der Nutzung einzuschränken. So konnte eine bereits versiegelte Fläche doppelt genutzt werden. Der neue Wohnkomplex steht auf einer Betonrahmenkonstruktion mit Stahlbetondecke. Die darüber liegenden 4 Stockwerke sind in Holzsystembauweise gefertigt. „Wir haben mithilfe der Holzsystembauweise die Bauphasen deutlich verkürzt und gleichzeitig eine hohe Qualität sichergestellt“, resümierte Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG in einer Pressemitteilung. Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Holzbauelemente konnten die 4 Stockwerke in nur 8 Wochen montiert werden. In weniger als einem Jahr wurden so 100 Wohneinheiten am Dantebad realisiert. Die auf die Holzhybridbauweise spezialisierte Baufirma Huber & Sohn hatte ebenfalls dieses Projekt erfolgreich erstellt.

HoHo Wien – mehrgeschossiger Holzhybridbau

Mit dem HoHo Wien wird das Thema Holz in großvolumigen Bauten als mehrgeschossiger Holzhybridbau vollkommen neu gedacht. Um die städtebaulichen Kriterien zu erfüllen, muss das Bauwerk hinsichtlich Tragwerksplanung, Brandschutz und effizienter Nutzbarkeit besondere Anforderungen erfüllen. Zum Einsatz kommt eine Holz-Beton-Konstruktion. Diese Hybridbauweise vereint die konstruktiven Vorteile der Materialien miteinander.

Das Fundament wird noch in Stahlbeton ausgeführt. Ab dem Erdgeschoß liegt der Holzbauanteil dann bei 75%. Um einen Kern aus  Stahlbeton entstehen 24 Stockwerke Nutzfläche in innovativer Holzbautechnik. Diese setzt auf die serielle Vorfertigung von Stützen, Unterzug, Deckenplatten und Fassadenelemente aus Massivholz. Vom tragenden Gebäudekern ausgehend schließen Holzverbunddecken mit Stützen in der Fassade ab. Das Ergebnis sind große sichtbare Holzflächen, die für ein angenehmes Raumklima im Innenraum sorgen.

Der Einsatz weniger, einfacher Bauelemente in großer Zahl lässt so ein wirtschaftliches, hochflexibles und nachhaltiges Gebäude entstehen. Auch in der technischen Ausstattung setzt sich das Thema Nachhaltigkeit fort. Ein umfassendes Energiekonzept umfasst sowohl Optimierung der Energieversorgung als auch Minimierung der Energieverluste. Dazu sind unter anderem Aufzüge mit Energierückgewinnung, Photovoltaik-Anlagen und Fundamentabsorber sowie ein dezentrales Lüftungssystem mit Konditionierung vorgesehen. Die Qualität der Umsetzung wird im HoHo Wien nach den Kriterien des neuen Bewertungssystems TQB (Total Quality Building) der ÖGNB bewertet. Mit einer Investitionssumme von rund 65 Millionen Euro, getätigt vom privaten Investor Günter Kerbler, entsteht nun ein Gebäude mit einer Bruttogesamtfläche von 25.000 m2. Geplant ist, etwa 19.500 m2 dieser Fläche für verschiedenste Nutzungen zu vermieten.

mehrgeschossiger Holzhybridbau
Weltweit höchster mehrgeschossiger Holzhybridbau – HoHo Wien mit 84 m Höhe ©RLP

Planung mehrgeschossiger Holzhybridbau – weltweit höchstes Holzhochhaus

84 Meter hoch, 24 Stockwerke, direkt am Seeufer und neben der U2-Station Seestadt, ein mehrgeschossiger Holzhybridbau. Der internationale Trend zum Holzhochhaus macht auch vor Wien nicht Halt. Holz besitzt eine enorme Tragkraft bei geringem Eigengewicht, ist stabil sowie elastisch gleichzeitig, zudem vielseitig verwendbar und beeinflusst das Raumklima positiv, da es viel Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. Es verwundert eher, dass Holz quasi in Vergessenheit geraten war und jetzt plötzlich eine Art Comeback erlebt. Die aktuellen technischen Möglichkeiten bieten die Chance, Holz auch als wesentliches Element im Hochhausbau einzusetzen. Alle wirtschaftlichen sowie ökologischen Vorteile gilt es nun auch in den urbanen Bereichen zu nutzen:

  • Zwei Kerne aus Stahlbeton mit jeweils integrierten Stiegen, Liften und Schächten
  • Daran ist seitlich angedockt die Holzkonstruktion mit einfachem, klaren Konzept
  • Sehr kleine Größen der Brandabschnitte
  • Kürzeste Fluchtwege, kürzeste Feuerwehr-Angriffswege
  • Technischer Brandschutz
  • Keine vertikalen Schächte im Bereich der Holzkonstruktion
  • Massive Deckenplatten als Holz-Beton-Verbund Fertigelement
  • Außenwände sind Holz-Massivfertigteile mit nicht brennbarer (A2) äußerer Verkleidung
  • Innen sichtbare Holzoberflächen: Decken, Stützen und Außenwand

Nachhaltige moderne Immobilie – mehrgeschossiger Holzhybridbau

Mit dem HoHo Wien entsteht in Aspern „Die Seestadt Wiens“ nicht nur eine neue Büro-Immobilie, sondern es wird ein klares Statement für Innovation & Nachhaltigkeit gesetzt. Die konstruktiven Möglichkeiten des Baustoffes Holz in Holz-Hybridbauweise wurden ausgeschöpft. Von dem Anspruch‚ ein Alleinstellungsmerkmal für ein Baufeld mit Hochhauswidmung zu definieren, siegte Holz haushoch und zieht sich nun wie ein roter Faden durch das Projekt. Das Vorhaben eines einfachen Bausystems ist ebenso erfüllt wie die unmittelbar spürbare wohlige Atmosphäre im Innenraum.

Diese Gewerbe-Immobilie als mehrgeschossiger Holzhybridbau ist speziell: keine Shopping-Mall, sondern eine Wohlfühl-Oase. Die rund 19.500 Quadratmeter Mietfläche entspringen der chinesischen und buddhistischen Elementen-Lehre – Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser, Luft und Leere – und sind in die unterschiedlichen Nutzungsbereiche eingeflossen. Findet sich zum Beispiel im Bereich Wasser ein Beauty-Segment, so sind die Büros dem Element Metall zugeordnet. Ganz oben, unter dem Element Luft, finden sich die urban gestalteten Serviced Apartments für Kurzzeit-Mieter. Alle Bereiche (Restaurant, Health, Beauty, Wellness, Business, Hotel und Appartements) haben ihren gemeinsamen Nenner im puren Raumerlebnis Holz. Die ersten Mieterinnen und Mieter können das 84 Meter hohe Gebäude ab 2019 beziehen. Interessierte können sich bereits das Musterbüro in einem virtuellen Rundgang ansehen.

 

 

 

 

 

Vorarlberger Symposium mehrgeschossig Bauen

Das 1. Vorarlberger Symposium „mehrgeschossig Bauen mit Holz“ fand Ende April 2018 mit renommierten Holzbau-Experten, u.a. 3 x K: Kaufmann, Kley und Kaden in Schwarzenberg im Bregenzerwald statt. Der Baustoff Holz gewinnt zunehmend Bedeutung beim Bauen von Mehrfamilienhäusern und im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Die zahlreichen Besucher fühlten sich im Angelika-Kaufmann-Saal, der von Prof. Hermann Kaufmann geplant und 2001 fertiggestellt wurde, sichtlich wohl. Das Ambiente im Holzgebäude aus heimischem Tannen- und Buchenholz bildete einen idealen Rahmen der kurzweiligen Veranstaltung. Als Veranstalter fungierten „vorarlberger holzbaukunst“ und das Vorarlberger Architekturinstitut (vai) unter der souveränen Leitung von Dr. Verena Konrad und Dr. Matthias Ammann.

Google-Recherche „mehrgeschossig Bauen“ zeigt die Dimension des Holzbaus

Die Begrüßung zum Thema „Höher und dichter in Holz“ übernahm quasi als Heimspiel der Bregenzerwälder Architekt und Universitätsprofessor der TU München, Hermann Kaufmann. Eine Recherche von ihm bei den Google-Keywords „mehrgeschossiger Holzbau“ und „Holzhochhaus“ zeigte sehr deutlich, mit welchen Projekten und Dimensionen der Holzbau bis zur Hochhausgrenze und darüber hinaus bereits unterwegs ist. Hermann Kaufmann sieht jedoch ob dieser Entwicklung das meiste Potential im konstruktiven Holzbau eher bei den vier-, fünf-, sechs-, sieben bis achtgeschossigen Holzwohngebäuden. Sein Statement: „Die Zukunft des Holzbaus liegt in der Vorfertigung, alles findet im Werk und nicht auf der Baustelle statt.“

mehrgeschossig Bauen
Mehrgeschossiger Wohnungsbau in Holzbauweise – Skaio, Deutschlands höchstes Holzhaus. Foto: Bernd Borchardt

Danach startete der inspirierende Eröffnungsvortrag mit dem österreichischen Journalisten und Fernsehmoderator Tarek Leitner mit der besonderen Sichtweise seines Titels „Wo leben wir denn? Glückliche Orte. Und warum wir sie erschaffen sollten. Ein Plädoyer gegen die Wegwerfästhetik unserer Zeit.“ Vom „Parissyndrom“ bis zu seinen Aussagen „Natur verbrauchen statt zu gebrauchen“ und „… der Mensch will sich erfreuen an Ästhetik und Schönheit“ ersann er einen spannungsreichen Bogen zur modernen Holzbauarchitektur.

Gordian Kley von merz kley und partner ZT GmbH aus Dornbirn befasste sich in seinem Vortrag mit Holztragwerke – Anspruch, Systeme, Wirtschaftlichkeit. Er ging bei der Vorstellung von verschiedenen Bauprojekten auf die Wirtschaftlichkeit von Beton und Holz bei der Holz-Hybridbauweise ein und auf die unverzichtbare Planung mit BIM. Um gleich darauf hinzuweisen: „Beim Holzbau liegt die Würze im Detail!“

Prof. Tom Kaden: Mehrgeschossig Bauen mit Holz bietet Potentiale

Univ. Prof. Tom Kaden aus Berlin widmete sich in seinem Vortrag dem Thema „Urbanes Bauen mit Holz – Potentiale und Entwicklungen.“ Der Fachexperte für „Mehrgeschossig Bauen“ glänzte bereits mit seinem Projekt „Holzhaus „e3“ im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Er skizzierte anhand von Schlagzeilen aus der Presse die Wohnungsnot in den Städten und den Mangel an preiswertem und bezahlbaren Wohnraum. In diesem Zusammenhang ging er auf die Bodenfrage und die neuen Gemeingüter ein. Aus seiner Sicht unumgänglich ist das systemische Bauen wie z.B. Verdichtungen und Aufstockungen in der Stadt. Sein Statement zum Abschluss seines Vortrags: „Die bestehenden Bauordnungen decken nicht die Leistungsfähigkeit des Holzbaus ab.“

Architekt Rolf Mühlethaler aus Bern inspirierte in seinem Vortrag die Zuhörer über “ Wiederholung und Gleichmaß beim Holz-Geschoßbau in der Schweiz“. Anhand von Beispielen veranschaulichte er das noble Mittel des Einfachen und der Wiederholung bei Bauprojekten. Er sieht den Holzbau als Inspirationsraum für die Gesellschaft, die wieder Nachbarschaft und Konflikte zulassen sollte.

Architekt Reinhard Kropf aus Oslo befasste sich mit dem urbanen Holzbau in Norwegen. Er verwies darauf, dass fast alle mehrgeschossigen Holzbauten in Skandinavien mit Brettsperrholz gebaut werden und erweiterte seine Aussage: „Die Wertschöpfungskette muss von den Beteiligten beherrschbar sein.“ Für ihn hat der Holzbau eine ästhetische Signalwirkung, ist Partner von neuen Ideen.

Diese mehr als gelungene Veranstaltung präsentierte einen spannenden Einblick über Entwicklungen im konstruktiven Holzbau. Aufgezeigt wurden verschiedene Holzbausysteme mit Vorfertigung und die zweifellos vorhandenen Potentiale im mehrgeschossigen Holzbau. Es bleibt zu hoffen, dass diese Art der Veranstaltung im Interesse der wegweisenden Zukunft des Holzbaus seine Fortsetzung findet.

Bauprojekt bezahlbarer Wohnraum ausgezeichnet

Bezahlbarer Wohnraum in Holzbauweise war das Ziel des ehrgeizigen Pilotprojektes Dantebad durch Münchens städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG. In Rekordzeit wurde dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum über der Parkfläche des Dantebades neu gebaut. Zu Recht ausgezeichnet wurde nun das gelungene Bauprojekt der GEWOFAG mit dem deutschen Bauherrenpreis.

Der Deutsche Bauherrenpreis ist die wichtigste Auszeichnung für die deutsche Bauwirtschaft und wird von der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten BDA und des Deutschen Städtetages seit 1986 vergeben.

Bezahlbarer Wohnraum – Holzbausystem durch Bachmehringer Holzbaufirma Huber & Sohn

Als Baupartner beteiligt war das Bachmehringer Holzbau-Unternehmen Huber & Sohn GmbH &  Co. KG, das bereits den ersten Achtgeschosser Deutschlands als mehrgeschossiges Holzbausystem in Bad Aibling gebaut hatte. Josef Huber, geschäftsführender Gesellschafter von Huber & Sohn: „Diese Bauprojekt zeigt, was möglich ist, wenn alle Baubeteiligten optimal zusammenarbeiten können.Wir stolz darauf mit unserem Holzbausystem und unseren Fenstern an diesem Projekt maßgeblich mitgewirkt zu haben. Wir bedanken uns herzlich für die gute Zusammenarbeit. Unsere besten Glückwünsche gehen an die GEWOFAG. Der Preis ist absolut verdient.“

bezahlbarer Wohnraum
Deutscher Bauherrenpreis bezahlbarer Wohnraum für Parkplatzüberbauung Dantebad München – Holzbausystem durch Huber & Sohn, Bachmehring

Die Idee hinter dem Pilotprojekt – entworfen von Florian Nagler Architekten – Parkplätze zu überbauen und damit sowohl diese zu erhalten als auch neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, stammte vom Bad Aiblinger Unternehmer Dr. Ernst Böhm – Mehrheitsgesellschafter der B&O Gruppe. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter war von der Idee „Sozialer Wohnungsbau durch Nachverdichtung“ überzeugt und schlussendlich wurde die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG mit dem Projekt betraut. Mit dem städtischen Parkplatz am Dantebad fand sich ein optimaler Standort. Den Auftrag für die Bauleistung als Generalübernehmer erhielt die B&O Gruppe.

Um die meisten der vorhandenen Parkplätze zu erhalten und in kurzer Zeit Wohnraum herstellen zu können, setzte B&O auf die Holzbauweise mit Huber & Sohn als Partner. Über dem Parkplatz wurde zunächst ein Stahlbetontisch mit Unterzugstütze errichtet – darunter können die Pkws wie bisher parken. Die eigentliche Wohnbebauung erfolgt als 4-geschossige Holzkonstruktion. Die Parkplatzüberbauung am Dantebad in München: Ein Leuchtturmprojekt im Bereich serielles und modulares Bauen das zeigt, wie bezahlbarer Wohnraum in kurzer Zeit geschaffen werden kann.

Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau

Dass es in Deutschland noch an sehr vielen unterschiedlichen Stellen bei der Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau hakt, zeigten die Forschungsergebnisse der Verbundprojekte „leanWOOD“ und „THG-Holzbau“ deutlich. Ob bei der Ausbildung von Holzbau-Ingenieuren, überarbeitungsbedürftigen Bauvorschriften und Vergaberichtlinien oder mangelnden Standardisierungen im Holzbau – die verschiedenen Hemmnisse sind oft stark miteinander verwoben und erfordern – wie in der Schweiz – die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure.

Der moderne Holzbau zeichnet sich durch die Werkstatt-Produktion von Bauelementen mit hohem Vorfertigungsgrad und hoher Qualität aus. Die Vorfertigung ist eine Prämisse der Wirtschaftlichkeit sowie der Qualitätssteigerung und erfordert einen erhöhten Planungsaufwand, der die Fertigung der Bauelemente, deren Transportlogistik und die Montage berücksichtigt.

Bei der Optimierung der Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau liegt das größte Potential

Die traditionellen Bauweisen, die sich vor allem auf die Vor-Ort-Produktion konzentrieren, haben seit Jahrhunderten den Rahmen der Organisation des Projektablaufs und der Gesetzgebung geprägt. Der heute übliche Projektablauf mit den separierten Einzelschritten Planung, Ausschreibung, Produktion und Bau stellt ein großes Hemmnis für den vorgefertigten Holzbau dar, da in der Regel der Holzbaubetrieb nicht in den Planungsprozess eingebunden wird und somit entscheidendes Wissen für eine komplette Ausführungsplanung fehlt.

Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau
Optimierung der Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau sorgt für eine reibungslose Bauabwicklung – Foto: Huber & Sohn

Aufgrund der Komplexität sind heute die meisten Architekten und Ingenieure mit den vielfältigen Anforderungen des Holzbaus, vor allem beim mehrgeschossigen Bauen, überfordert und auf die Beratung durch Holzbauspezialisten angewiesen. Idealerweise würde daher heute ein Bauprojekt produktionsgerecht von einem Team aus Architekten, Ingenieuren und Holzbauplanern von Anfang an gemeinsam geplant werden. Hier setzt leanWOOD an.

LeanWOOD – Vorfertigung und Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau

Verständnis von „lean“. „lean “ meint das „Verschlanken“  (optimieren) von Planungsprozessen im Sinn der bekannten Ansätze von „lean“ Methoden für die weitere Entwicklung und Anpassung der bestehenden Planungs- und Bauprozesse im vorgefertigten Holzbau.

Ziele: Entwickeln eines holzbaugerechten Planungsablaufs für die vorgefertigte Holzbauweise um einen Mehrwert für alle Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette des Holzbaus zu erzielen.

Methodik: Integrative und systematische Vorgehensweise zur Feststellung von Rahmenbedingungen, vorhandenen Grundlagen und Hemmnissen sowie zur Entwicklung von Empfehlungen für eine Verbesserung bestehender Planungsabläufe.

Umfang: Die Optimierung der Planungsabläufe hat Auswirkung auf die gesamte Wertschöpfungskette von Planung, Produktion und Montage von vorgefertigten Holzbauten um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Ansatz: Besonderheiten der Planung von vorgefertigten Holzbausystemen zu erkennen, dafür neue Lösungsansätze zu entwickeln und in die bestehenden Prozesse zu integrieren; Strategie zur Weiterentwicklung der Bauabläufe für Holzbauten anhand folgender Überlegungen:

  • Findung des geeigneten kompetenten Planungsteams, das die Komplexität von Holzbauprojekten bis zur CNC Produktion berücksichtigt
  • Planungsprozesse holzbaugerecht zu verbessern
  • Mehrfachplanungen und Umplanungen zu vermeiden
  • Die Grundlagen für die Verbesserung der Ausführungsqualität zu schaffen
  • Effizientere Bauabläufe zu ermöglichen.

Erwartete Auswirkungen: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Akzeptanz von vorgefertigten Holzbauten durch eine optimierte Bauplanung im mehrgeschossigen Holzbau.

Holzhochhäuser entstehen als Holzhybridbau

Holzhochhäuser in Hybridbauweise sind die neuen Wolkenkratzer am Himmel. Der Baustoff Holz etabliert sich zukünftig als ebenbürtiger Werkstoff zu Stahl und Beton. Renommierte Architekturbüros wetteifern um die höchsten Gebäude in Holzhybridbauweise. In Tokio wird das höchste Holzhaus der Welt mit 350 Meter Höhe geplant.

Mehrgeschossiges Bauen Holzbauweise
Vorbild Bad Aibling: Mehrgeschossiges Bauen in Holzbauweise

Es war nur eine Frage der Zeit, dass irgendwann der Holzbau seine konstruktiven Möglichkeiten in der Höhe auslotet. Was bei den Einfamilienhäusern, im Holzhallenbau mit weiten Tragwerken funktioniert, wird nun im mehrgeschossigen Holzbau weiter transportiert und transformiert. Das ehemals höchste Holz-Hochhaus Deutschlands wurde bereits 2011 im oberbayerischen Bad Aibling erstellt. Mehrgeschossiger Wohnungsbau mit Holz gewinnt an Bedeutung.

Die Höhe des Gebäudes mit 25 Meter erfüllte die Hochhausgrenze. Bei der Konzeption des Bauwerks der Gebäudeklasse 5 waren wegen der Holzbauweise besonders hohe Anforderungen an Brandschutz, Statik und Schallschutz zu erfüllen. Aus Gründen des Brandschutzes musste das Treppenhaus in Stahlbetonbauweise errichtet werden. Ansonsten wurde das Holzhochhaus aus vorgefertigten Massiv-holzwänden aufgebaut. Das Gebäude beinhaltet Wohnungen und Büros. Für Stefan Winter, vom Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion an der TU München passt gerade die Holzhybridbauweise den Bauherren, die Holz als das Wunschmaterial zum behaglichen Wohnen sehen und die Wände sind ohnehin meist vergipst.

Holzhochhäuser entstehen in Europa, Kanada und Asien

Pionierarbeit leisteten die ersten Planer und Holzbauunternehmen, die die erste Generation der Holzhochhäuser entstehen ließ, um die Hochhausgrenze überspringen zu dürfen. Die Bauvorschriften sahen das nicht vor. Intelligente Planung und durchdachte Konstruktionen waren die Herausforderung, um die wenig holzbautauglichen Bauvorschriften erfüllen zu können. Holzbauweise in Verbindung mit Beton im Kern führt zur Holzhybridbauweise im Holzhochhausbau.

Holzhochhäuser
Holzhochhäuser mit neuen Holzwerkstoffen sind so stabil wie Stahlbeton. ©Sumitomo Forestry Co., Ltd

Das bisher höchste Holzhochhaus misst 53 Meter und steht in Vancouver. Die Holzkonstruktion des Studentenwohnheim „UBC Brock Commons“ wurde 2017 in nur 66 Tagen errichtet und ist das derzeit höchste Holzwohngebäude der Welt. Beratend war hier bei der Planung Hermann Kaufmann Architekten aus Vorarlberg eingebunden. Bereits Ende 2018 wird Vancouver von Wien ablöst. Das Wiener „HoHo“wird dann mit 24 Geschossen und 84 Meter Höhe fertiggestellt sein.

Das japanische Bauunternehmen Sumitomo Forestry Co., Ltd plant einen Wolkenkratzer aus Holz mit 350 Meter Höhe. Die Fertigstellung des 70 Stockwerke umfassenden Holzhybridgebäudes, das zu 90 % aus Massivholz bestehen wird, ist für 2041 geplant. Das zu verbauende Holz umfasst 185.000 Kubikmeter. Fazit: Mehrgeschossiger Holzbau revolutioniert den Wohnungsbau.

Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“

„Impulse für den Wohnungsbau“ ist eine bundesweite Aktion von 30 Organisationen und Verbände der Architekten und Planer, der Bau- und Immobilienwirtschaft. Die Aktion fordert Bund und Länder auf, den sozialen Wohnungsbau auch ab 2020 gemeinsam zu managen. Benötigt werden vor allem Sozialwohnungen.

„Impulse für den Wohnungsbau“: 80.000 Sozialwohnungen pro Jahr

Mit 24.550 neu gebauten Sozialmietwohnungen im vergangenen Jahr zeigt der Trend erstmals wieder nach oben. Dass deutlich mehr als jede dritte Sozialwohnung davon in Nordrhein-Westfalen entstanden ist, spricht für die soziale Wohnungsbaupolitik an Rhein und Ruhr. „Wir kommen bundesweit jedoch aus dem Kellergeschoss und haben mit der Baubilanz der Sozialwohnungen im vergangenen Jahr gerade einmal die ersten Stufen nach oben geschafft – ein knappes Drittel von dem, was tatsächlich notwendig gewesen wäre. Denn Deutschland braucht mindestens 80.000 zusätzliche Sozialmietwohnungen pro Jahr“, sagt der Koordinator der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, Dr. Ronald Rast.

Nach Angaben der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ werden bundesweit rund 5,5 Millionen Sozialwohnungen benötigt. Insgesamt stünden allerdings lediglich knapp 1,4 Millionen auf dem Wohnungsmarkt zur Verfügung. Derzeit baue Deutschland damit „weit weg vom tatsächlichen Bedarf“.

Impulse für den Wohnungsbau
Sozialer Wohnungsbau als sechsgeschossige Passivhaus Siedlung mit 92 Wohnungseinheiten von Kaufmann Bausysteme

Der Bund muss den sozialen Wohnungsbau weiter stärken. Wichtig dabei ist, dass die Länder die Mittel des Bundes – in diesem und im kommenden Jahr sind dies 1,5 Milliarden Euro pro Jahr – ausschließlich in den sozialen Wohnungsneubau stecken und nicht anders verwenden – beispielsweise zur Schuldentilgung. Zudem müssen die Länder die Mittel des Bundes selbst noch einmal verdoppeln und für marktgerechte Förderprogramme sorgen“, fordert Koordinator Ronald Rast.

„Impulse für den Wohnungsbau“ setzt auch Dachaufstockung und Nachverdichtung

An Bund, Länder und Kommunen richtet die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ den Appell, Baugrundstücke schnell und verbilligt zur Verfügung zu stellen. Mit der Vergabe öffentlicher Grundstücke im Höchstpreisverfahren müsse Schluss sein. Darüber hinaus seien Bauflächen-Potenziale deutlich besser zu nutzen: So würden beispielsweise viele Dächer die Chance einer Aufstockung bieten. Das Stichwort laute hier: Nachverdichtung – insbesondere in Innenstädten. Ebenso müssten in Städten Brachflächen und Mischgebiete schneller und umfassender als bislang genutzt werden.

Kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise

Eine kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise von nur drei Monaten mit Vorarlberger Bauqualität durch Kaufmann Bausysteme ermöglicht monatliche Wohnkosten von 500 € für eine 65 m² Wohnung. Mit dem innovativen Wohnprojekt „Wohnen 500“ wurden alle Vorgaben des Landes Vorarlberg, die im Sonderwohnbau-Programm für Flüchtlinge und Gemeinden festgelegt wurden, erfüllt.

Neue Herausforderungen brauchen auch neue Denkansätze. Die VOGEWOSI hat als größte gemeinnützige Wohnbaugesellschaft des Landes schon in der Vergangenheit äußerst kostengünstig gebaut, um den Bewohnern leistbare Mieten zu garantieren. Bei dem Projekt „Wohnen 500“ sollten die Wohnkosten noch weiter gesenkt und vor allem die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

Gemeinsam mit Architekt Johannes Kaufmann aus Dornbirn und dem Bregenzerwälder Holzbauunternehmen Kaufmann Bausysteme aus Reuthe ist es in monatelangen Vorbereitungen gelungen, ein nachhaltiges Modulsystem (modulares Bauen mit hohem Vorfertigungsgrad) für die Errichtung von innovativen Wohnanlagen für die Zukunft zu entwickeln. Die Module werden bei Kaufmann in Reuthe gefertigt, die Bestandteile der Wohnungen werden in Boxen geliefert und vor Ort zusammengebaut.

Energieeffizienz, Preis und Wohnqualität stimmen

Natürlich müssen gegenüber anderen Wohnanlagen gewisse Veränderungen vorgenommen werden, um diese Preise zu erzielen. So ist Barrierefreiheit nur im Erdgeschoß gegeben, weil kein Lift eingebaut wird. Ebenso werden auf eine Unterkellerung und eine Tiefgarage verzichtet. Dagegen sind ein Fahrradabstellraum und ein Trockenraum vorgesehen. Parkplätze werden oberirdisch errichtet. Die 3-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen Balkon oder im Erdgeschoß eine Grünfläche. Auch die Energie-Effizienz kann sich sehen lassen, erklärt VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. Bei „Wohnen 500“ wird mit einer Gas-Heizung mit Solaranlage der Stand eines Niedrig-Energiehauses erreicht, statt einer Fußbodenheizung sind Heizkörper vorgesehen.

kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise
Kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise von Kaufmann Bausysteme, Vorarlberg

Kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise begeistert

„Die Schaffung leistbaren Wohnraums ist ein Kernanliegen der Landesregierung“, erklärt Wohnbaureferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. „Mit dem Sonderwohnbauprogramm haben wir uns das ambitionierte Ziel gesetzt, in Ergänzung zu unserem jährlichen gemeinnützigen Wohnbauprogramm noch weitere 150 Wohnungen zusätzlich zu schaffen. Dass so eine kurze Bauzeit durch Holzmodulbauweise möglich ist, Projekte in derart kurzer Bauzeit zu realisieren, freut uns natürlich ganz besonders.“

Bürgermeister Siegele: „Wir sehen im Projekt „Wohnen 500“ eine Möglichkeit für gelebte Integration in unserer Gemeinde. Es geht uns aber auch um Erfahrungen, ob sich dieses zeitsparende und kostengünstige Bausystem für weitere Wohnanlagen eignet, zum Beispiel für junge Familien, die ein paar Jahre eine sehr günstige Startwohnung brauchen, um sich dann weiter zu entwickeln.“

Sozialer Wohnungsbau durch Nachverdichtung

Sozialer Wohnungsbau ist in vielen deutschen Großstädten wieder in den Blickpunkt gerückt. Mangel herrscht allerorten an günstigen und bezahlbaren Wohnraum. Neue Grundstücksflächen sind rar und zudem teuer in städtischen Lagen. Was liegt da näher, als den vorhandenen Raum in der Höhe zu überbauen? Genial einfach – einfach genial!

Die Stadt München ist eine der am stärksten wachsenden Kommunen in Deutschland. Bis zum Jahr 2030 wird mit einem Zuzug von etwa 200.000 Neubürgern gerechnet. Um den dafür notwendigen Wohnraum schaffen zu können, spielt gerade die Nachverdichtung von bestehenden Wohngebieten eine wichtige Rolle. Aufstockung, Anbauten sowie durch Bebauung von Freiflächen zwischen den Wohnanlagen bieten sich an.

Allerdings sind die Flächen für Neubebauungen knapp, dazu haben die Freiflächen eine hohe Bedeutung für das Klima der Stadt – beispielsweise als Frischluftschneisen. Darüber hinaus dienen sie den Stadtbewohnern als Begegnungs- und Spielorte sowie als Fläche für Naherholung und Freizeit.

Sozialer Wohnungsbau begeistert durch Parkplatzüberbauung

Die geniale Idee Parkplätze zu überbauen, kam für den Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter zur rechten Zeit vom Bad Aiblinger Unternehmer Dr. Ernst Böhm von der B&O-Gruppe. Mit dieser Idee würden bereits versiegelte Flächen doppelt genutzt – zum einen als Wohnraum, zum anderen als Parkfläche.

Im Rahmen des städtischen Wohnungsbauprogramms „Wohnen für alle“ sollen innerhalb kürzester Zeit von 2016 – 2019 circa 3.000 neue, bezahlbare Wohnungen entstehen. Für dieses Ziel ist man für ein Pilotprojekt einer Parkplatzüberbauung schnell für einen geeigneten Standort fündig geworden. Der städtische Parkplatz am Dantebad war für dieses Pilotprojekt ideal geeignet. Zwischen dem Freibad und einem Sportplatz gelegen, dazu waren die vorhandenen Parkplätze nicht gebunden.

Sozialer Wohnungsbau
Sozialer Wohnungsbau durch Nachverdichtung in Holz-Hybridbauweise durch Huber & Sohn

Sozialer Wohnungbau in Rekordzeit durch Holz-Hybridbauweise

Mit der Durchführung des Projektes wurde die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG betraut. Die ersten Planungen mit Bauvoranfrage erfolgten bereits im Februar 2016, im März 2016 wurde die Bauleistung als Generalübernehmerleistung ausgeschrieben. Die Auftragserteilung an die B&O Gruppe erfolgte im Mai 2016.

Mit der Auftragserteilung wurde auch ein ambitionierter Bauzeitplan zur Vorgabe für die Beteiligten. Durch starke Unterstützung der Stadt konnte in Rekordzeit eine Baugenehmigung erwirkt werden. Bereits im Juli 2016 konnte mit den Erd- und Betonarbeiten auf der Parkfläche begonnen werden. Um die ambitionierten Bauzeiten einhalten zu können, wurde großer Wert auf einen hohen Vorfertigungsgrad im Bereich mehrgeschossiger Holzbau gelegt. Die Fertigung in der Holzbaufirma Huber & Sohn, Bachmehring, erfolgte im Zwei-Schichtbetrieb. Auch hier erfolgte die Produktion teilweise parallel zur bereits laufenden Montage.

Im Januar 2017 erfolgten die Abnahmen der Wohnungen und die ersten Bewohner konnten Ende Januar 2017 ihr neues Heim beziehen.

 

 

 

Geschosswohnungsbau in Holzbauweise

Geschosswohnungsbau in Holzbauweise ist die Antwort auf den Wohnraummangel in den Städten. Der moderne Holzbau mit seiner hohen Vorfertigungsmöglichkeit trumpft bei der urbanen Nachverdichtung auf. So entstehen heute längst vier- und fünfgeschossige Holzbauten für den Wohnungs- und Bürobau. Aufgrund des Mangels an Gründstücken wächst der Holzbau in die Höhe. Achtgeschossige Wohnbauten und höher werden das neue Bild der Städte prägen.

Bauen mit Holz ist eine Erfolgsgeschichte. Das ist vor allem der Begeisterung der Bauteams, bestehend aus Bauherren, Architekten, Bauingenieuren und den Holzbaubetrieben zu verdanken. Das Bestreben ist stets, Holz als Hightech Werkstoff des 21. Jahrhunderts weiter zu entwickeln. Vielfältige intelligente und architektonisch überzeugende Bauprojekte wie z.B. der erste achtgeschossige Wohnungsbau als Massivholzsystem  in Bad Aibling durch die Holzbau-Firma Huber & Sohn belegen dies eindrücklich. Der Geschossfußboden des siebten Obergeschosses liegt mit 21,79 m knapp unterhalb der Hochhausgrenze.

Geschosswohnungsbau in Holzbauweise
Geschosswohnungsbau in Holzbauweise produziert von Huber & Sohn in Bachmehring

Geschosswohnungsbau in Holzbauweise drängt in die Stadt

Städte und Kommunen beklagen den sich zuspitzenden Wohnungsmangel. Aufgrund von fehlenden Freiflächen in den Städten ist der Wohnraum stark begrenzt. Bestehende Gebäude sind in der Regel renovierungsbedürftig und entsprechen den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht mehr. Dachaufstockungen im großen Stil bei bestehenden Wohnsiedlungen sind sehr wohl möglich. Auch hier punktet der Holzbau mit seiner Leichtbauweise bei fortwährender Vermietung der Wohnungen, wenn die Aufstockungsmodule montiert werden.

Schnell verfügbarer Wohnraum in der Stadt kann jedoch als Geschosswohnungsbau in Holzbauweise erzielt werden, wenn Stadtplaner und Investoren die Vorteile beim mehrgeschossigen Bauen vermehrt nutzen. Mit den bislang errichteten mehrgeschossigen Holzgebäuden konnte gezeigt werden, dass sich moderner, energieeffizienter Holzbau mit bis zu acht Geschossen auch mit den hohen gestellten Brandschutzanforderungen excellent in Einklang bringen lässt. Die bisherige Erfahrung mit diesen Gebäuden zeigt, dass sich diese auch bei den Nutzern aufgrund des Raumklimas und der Behaglichkeit sehr großer Beliebtheit erfreuen.

 

Mehrgeschossiger Holzbau wird zur Alternative

Mehrgeschossiger Holzbau und Hochbau nähern sich mit vielversprechenden Bauprojekten mehr und mehr an und werden für Investoren und Planer zu einer interessanten Alternative beim Bauen. Im modernen Holzbau hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan. Holz eignet sich heute fas…

weiterlesen Mehrgeschossiger Holzbau wird zur Alternative

Wohnen für Alle in München

Mit dem Projekt „Wohnen für Alle“ in München sollen bis Ende 2019 rund 3000 neue Sozialwohnungen gebaut werden, zusätzlich zum geplanten Wohnungsbau. Belegt werden sollen die Häuser zu 51 % mit anerkannten Flüchtlingen . Die restlichen 49 % sind für Wohnungslose und Geringverdiener vorgesehen.

Wohnen für Alle als ökologisches Musterprojekt

Mit der Parkplatz-Überbauung des Dantebades in München ist ein revolutionärer Ansatz im verdichteten Bauen in der Stadt gelungen. Nach nur 180 Tagen Bauzeit finden Flüchtlinge, Obdachlose und Geringverdiener ein Zuhause über einem Parkplatz. Das Stelzenhaus am Münchner Dantebad wurde schnell, günstig und für einen dauerhaften Wohnraum geschaffen und das in Rekordzeit. Möglich machte dies die Holzbauweise mit vorgefertigen Bauteilen in mehrgeschossiger Bauweise von der Bachmehringer Holzbaufirma Huber & Sohn. Im Januar 2016 erhält die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG vom Müchner OB Reiter den offiziellen Bauauftrag.

Was der Tochterfirma der Stadt München zugute kommt: Um nach der Flüchtlingswelle Wohnraum zu schaffen, hat Bayern, wie andere Bundesländer auch, die Anwendung des Vergaberechts gelockert. Der Auftrag kann an einen Generalunternehmer vergeben werden. Zur gleichen Zeit arbeitet in Berlin Bundesbauministerin Barbara Hendricks an historischen Änderungen im Baugesetzbuch. Im „urbanen Gebiet“ soll die Nutzung künftig gemischt sein.: Handel, Gewerbe, Einfamilienhäuser, Grünanlagen, all das soll in den Städten fließend übergehen. Das war die Initialzündung auf dem Weg zur Überbauung des Dantebades.

Wohnen für Alle
Verdichtetes Bauen in München – Parkplatz-Bebauung Dantebad als Holz-Systembau

München etabliert sich zur Holzbau-Hauptstadt in Europa

Auf dem C.A.R.M.E.N-Symposium im Juli 2017 in Straubing referierte Wolf Opitsch, Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München über die ökologische Mustersiedlung in Holzbauweise im Prinz-Eugen-Park. Ursprüngliches Ziel des Rahmenplans im südlichen Teil des Parks war der Bau von 500 Wohnungen in Holzbauweise und als Plus-Energiestandard. Nach einem Stadtratsbeschluss im Oktober 2015 für die Ausschreibung und Vergabe des Bauprojektes blieb die Holzbauweise im KfW-Effizienhaus-Standard 70 übrig. Die ehemalige Prinz-Eugen-Kaserne verfügt über eine Fläche von 30 ha, in der Ausbaustufe sind ca. 1.800 Wohnungen geplant.

By the Way:  Ab sofort dürfen in Hamburg sechs bis sieben Stockwerke ohne Ausnahmegenehmigung gebaut werden. Ganz generell wichtig für das verdichtete Bauen in der Stadt und für das Motto in München „Wohnen für Alle“.

Modulare Holzbauweise mit innovativen Lösungen

Die modulare Holzbauweise meistert die Herausforderungen unseres alltäglichen Lebens.Ob als Wohnung für Familien, Paare oder Singles, als Büro- oder Verwaltungsgebäude, Hotel, Studenten- oder Schülerwohnheim, das Spektrum an Einsatzmöglichkeiten der modularen Holzbauweise ist breit gefächert.

Durch den hohen Grad an Flexibilität, den die Modulbauweise mit Holz mit den einzelnen Wand- und Deckenelementen mit sich bringt, kann Lebensraum je nach Bedarf geboten werden. Es können Module hinzugefügt oder weggenommen, aneinandergereiht oder gestapelt, nebeneinander oder versetzt angeordnert werden. So lassen sich Grundrisse eines Modulgebäudes individuell gestalten und unterschiedliche Größenrealisieren – vom kleinen Wohnhaus bis zum mehrgeschossigen Bürogebäude, Verwaltungsgebäude, Krankenhaus oder Seniorenheim.

Modulare Holzbauweise
Modulare Holzbauweise ist CO2 neutral

Die modulare Holzbauweise hat noch andere besondere Zusatznutzen wie kein zweiter Baustoff. Das gesamte Bauwerk kann später wieder zerlegt und abgebaut an einem anderen Ort aufgebaut werden. Wenn wir von nachhaltigem Bauen reden, dann ist dies eine Voraussetzung für umweltschonendes und wiederverwendbares Wohnen in Reinkultur.

CO2-neutrales Bauen mit Holz als modulare Holzbauweise

Kaufmann Bausysteme aus dem österreichischen Vorarlberg hat sich wie kein anderes Bauunternehmen auf die modulare Holzbauweise spezialisiert. Gerade deshalb bekam das innovative Holzbauunternehmen den Auftrag für den Bau eines Studentenwohnheimes in Hamburg, das bereits im Volksmund liebevoll „Woodie“ genannt wird. Das Holzgebäude bindet durch den Baustoff Holz insgesamt 3.800 Tonnen CO2. Während Holz der einzige Baustoff ist CO2 einzulagern, wird für die Produktion von 1 Tonne Zement 560 Kilo CO2 freigesetzt. Bei der Produktion von 1 Tonne Stahl fallen sogar 1,8 Tonnen CO2 an.

Das für das Studentenwohnheim in Hamburg in Holzbauweise verwendete Fichten, Tannen- und Lärchenholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Steiermark (3800 m³ Holz entsprechen ca. 11 Hektar Wald). Als einziger nachwachsender Rohstoff hat Holz in seiner Verarbeitung eine positive CO2-Bilanz. Darum ist WOODIEs ökologischer Fußabdruck auch viel viel geringer als der eines konventionellen Hauses, das z. B. aus Ziegel oder aus Beton hergestellt ist. Unsere Experten gehen sogar soweit zu sagen, dass wir durch den Holzbau CO2 für ein zweites Haus überkompensieren.

 

Besten Brandschutz durch Holz selbst erzielt

Mehrgeschossiges Bauen mit einer durchdachten Holzkonstruktion im urbanen Gelände besticht durch besten Brandschutz durch Holz selbst. Das höchste Holzwohngebäude der Niederlande fügt sich mit einer Fläche von 5400 m² so geschickt ein, als wäre noch nie anders gebaut worden.

Die Konstruktion aus Holz und Verbundelementen ermöglicht eine spätere Umfunktionierung der Wohnungen in Büroräume. Das Thema Nutzungsflexibilität wurde konsequent wie auch die selbst auferlegten Anforderungen an die Nachhaltigkeit und den Brandschutz des Gebäudes von Anfang an sichergestellt. Mehrgeschossiges Bauen in urbanen Gelände wird selbstverständlich.

mehrgeschossiges bauen
Das 30 Meter hohe PATCH22-Wohngebäude in Amsterdam. Mehrgeschossiges Bauen mit Holz in urbanem Gebieten wirkt völlig normal. © Luuk Kramer

Mehrgeschossiges Bauen mit sieben Stockwerken

Wie lose übereinandergestapelt wirken die sieben Stockwerke des 30 m hohen Wohngebäudes PATCH22  inmitten eines im Umbruch befindlichen Industriegebiets in Amsterdam. Das hölzerne Hochhaus mit Douglasienfassade und großzügigen Loggien wirkt anders als seine Umgebung und zeugt gleich in mehrfacher Hinsicht vom Wandel.

Wohnraum benötigt die Stadt derzeit dringender als Gewerbehallen, sodass für das Viertel zunächst eine gemischte Nutzung vorgesehen ist. Der dadurch zu handelnde Lärm in der Umgebung bestimmt das Umdenken der Investoren und Architekten. Sie vertrauten darauf, aus Holz ein genauso behagliches wie besonderes Heim errichten zu können, das seinerseits wandelbar ist.

siebengeschossiges Holzwohngebäude
Moderner futuristischer Innenraum im siebengeschossigen Holzwohngebäude. © Luuk Kramer

Das Innere sollte zudem so flexibel gestaltbar sein, dass es sich problemlos in ein Bürogebäude umfunktionieren lässt. Mit einer Deckenhöhe von 4 m hat man ebenfalls vorgesorgt. Flexibilität und Nachhaltigkeit galt es bei der Planung bis aufs Äußerste auszureizen – auch um ein breites Spektrum an extravaganten Käufern anzulocken

Brandschutz durch Holz bestens gelöst

Nach nur 14 Monaten Bauzeit waren bis an die Spitze getriebene Nachhaltigkeit, quasi grenzenlose Flexibilität im Innenraum und absurd einfacher, aber funktioneller Brandschutz durch Holz selbst unter ein und dasselbe einzigartige Dach gebracht.

Brandschutz durch Holz
Brandschutz durch Holz hält einem Feuer zwei Stunden lang stand © Tom Frantzen

Die 30 m hohe Konstruktion des PATCH22 verfügt wegen der starken Windlast am maritimen Standort über ein Erdgeschoss sowie einen Stabilisierungskern aus Beton. Alle weiteren Bauteile wurden mit Brettschicht- und -sperrholz realisiert. Für Elemente mit Außenkontakt verwendete man Redwood. Tragende Wände, Säulen und Balken wurden sichtbar belassen. Die Planer dimensionierten die Holzkonstruktion derart stark, dass diese im Brandfall durch eine entstehende Kohleschutzschicht noch zwei Stunden ihren Dienst tut – so simpel wie einfallsreich.

Mehrgeschossiger Wohnungsbau bevorzugt den Holzbau

Ballungsräume und städtische Wohnraumentwicklung verlangen intelligente Wohnraumlösungen. Mehrgeschossiger Wohnungsbau in Holzbauweise bietet rationelle Systemlösungen, die einerseits eine schnelle Bauabwicklung und eine hohe Energieeffizienz der Gebäude garantieren.

Moderne hocheffiziente Holzkonstruktionen ermöglichen den mehrgeschossigen Wohnungsbau. Der Holzbau geht in die Höhe. Aufgrund des demografischen Wandels, Baulandverknappung und der Trend zum Wohnen in der Stadt mit entsprechender Nahversorgung, gewinnt der Holzbau deutlich an Marktanteilen im urbanen Bauen. Große Erfahrungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau besitzt die oberbayerische Holzbaufirma Huber + Sohn aus Bachmehring, die unter anderem den achtgeschossigen Wohnungsbau in Bad Aibling realisierte.

Mehrgeschossiger Wohnungsbau ermöglicht Dachaufstockungen

Aufstockungen, Anbauten und Modernisierungen mit Holzrahmenbauelementen schaffen in kürzester Zeit neuen, hochwertigen und langlebigen Wohnraum. Damit wird die Gebäudesubstanz erheblich aufgewertet, besser gedämmt und energieeffizient modernisiert. Ein weiterer Pluspunkt beim Bauen mit Holz ist die Wohngesundheit. Das angenehme Wohnraumklima kommt den Bewohnern zugute. Der Clou dabei ist, dass während der Ausführung der Baumaßnahme der normale Vermietungsbetrieb weiterlaufen kann und so kaum beeinträchtigt wird.

Mehrgeschossiger Wohnungsbau
Mehrgeschossiger Wohnungsbau – Dachaufstockung schafft zusätzlichen Wohnraum – Bauen im Bestand – Huber & Sohn

Mit den richtigen Dämm-Maßnahmen von den Außenwänden über das Dach können werden erhebliche Energiekosten eingespart. Mit Holzkonstruktionen wird die vorliegende Energie­einsparverordnung wesentlich unterschritten. Darüber hinaus steigt die Attraktivität der Immobilie und des Wohnquartiers und die Wohnbehaglichkeit wird erheblich gesteigert.

Durch das deutlich geringere Gewicht der Aufbauten lassen sich auch im urbanen Bereich Aufstockungen verwirklichen, welche mit herkömmlicher Bauweise meist nicht oder nur schwer lösbar sind. Beispiele hierzu gibt es vor allem im Großraum München und in Süddeutschland, wo Reihenhausanlagen erfolgreich aufgestockt wurden.

Fassadenelemente und Dachelemente von Huber & Sohn

Die Firma Huber & Sohn aus Bachmehring fertigt großformatige Fassadenelemente und Dachelemente in Holzbauweise. Damit erhält die Gebäudehülle und das Dach eine hochwärmegedämmte Abdeckung. Im Zusammenspiel zwischen tragenden Rahmen und aussteifender Beplankung werden die Eigen-, Nutz-, Schnee- und Windlasten abgetragen. Aufgrund der Vorfertigung im Werk verkürzt sich die Bauzeit erheblich. Die Realisierung erfolgt mithilfe von Kränen, so dass die Holzbauelemente binnen weniger Tage auf der Baustelle maßgenau montiert werden. Das Gebäude ist sofort wind- und regendicht. In die Bauelemente sind bereits nach vorheriger Planung Fenster oder Dachgauben eingepasst.

 

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