Holzmodulbauweise soll ambitionierten Bautermin sicherstellen

Für die Fertigung eines Studentenwohnheimes mit 42 Einzelwohnungen und eines Unterrichtsgebäude wird die Holzmodulbauweise in Dorfen/Oberbayern bevorzugt, damit der ambitionierte Bautermin eingehalten werden kann. Die Zeit drängt, da im September 2020 bereits das Gebäude zum Unterrichtsbeginn zur Verfügung stehen soll.

Die Akademie für Sozialverwaltung aus Wasserburg will in Dorfen eine Niederlassung eröffnen. Der Immobilienunternehmer Robert Decker, dem das Meindl-Areal gehört, wird dort bis September 2020 ein Studentenwohnheim mit 42 Einzelwohnungen und ein Unterrichtsgebäude in ökologischer Holzbauweise errichten.

Die Gebäude werden aus vorgefertigten Modulen gebaut, die sich schnell auf- und auch wieder schnell abbauen lassen. Die Stadt Dorfen begrenzte das Baurecht auf acht Jahre. Für die Fertigung verantwortlich zeichnet die ebenfalls im Meindl-Areal in Dorfen ansässige Timber Homes GmbH & Co. KG. Ein Gemeinschaftsunternehmen von Robert Decker und der Holzbaufirma Huber & Sohn aus Bachmehring.

Holzmodulbauweise
Ein Studentenwohnheim und Unterrichtsgebäude in Holzmodulbauweise in Dorfen / Oberbayern

Brigitte Schulan, die Leiterin der Beamtenschule, ist sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sicher: „Wir gehen davon aus, dass es klappt.“ Ihre Einrichtung braucht dringend mehr Platz. Seit 1993 werden in Wasserburg Beamte für die Sozialverwaltung ausgebildet. An der Akademie lernen gut 100 angehenden Beamte des mittleren Dienstes, an der dazugehörigen Hochschule studieren noch einmal doppelt so viele Anwärter für den gehobenen Dienst.

Die Absolventen der Beamtenschule die später zum Beispiel bei den Rentenversicherungen oder im Zentrum für Familie und Soziales arbeiten werden, kommen während ihrer Studienzeit mehrmals für drei bis sechs Monate nach Wasserburg. Bei ihrem Aufenthalt haben sie Anspruch auf ein Zimmer in einem Wohnheim. Das Bildungszentrum wurde für 170 Studierende konzipiert. Mehrmals wurden externe Wohnungen gemietet, „nun gehen uns aber auch die Hörsäle aus“, sagt Schulan.

Die Holzmodulbauweise ist prädestiniert für das seriellen und modulare Bauen von mehrgeschossigen Gebäuden, wie die eines Studentenwohnheimes. Der Vorteil der modularen Bauweise liegt neben der hohen Vorfertigung in der Werkhalle unter anderem darin, dass sich gleichartig ausgestattete Wohneinheiten vorteilhaft in Serie bauen lassen. Komplett mit allen Anschlüssen und der fertigen Einrichtung werden die Module lediglich noch auf der Baustelle zusammengefügt.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden