Ökologische Mustersiedlung München

Im Frühjahr 2016 will die Hauptabteilung für Stadtsanierung und Wohnungsbau der Landeshauptstadt München die Baugrundstücke  im Südteil des Prinz-Eugen-Parks öffentlich ausschreiben. Ziel ist eine ökologische Mustersiedlung.

Es sind vier Grundstücke für Baugemeinschaften und eine Fläche für genossenschaftlichen Wohnungsbau vorgesehen. Die Grundstücke im nördlichen Bereich entlang der Ruth-Drexel-Straße sind bereits vergeben. Mit ersten Bautätigkeiten ist voraussichtlich ab Herbst 2016 zu rechnen.

Ökologische Mustersiedlung in Holzbauweise

In München entsteht die größte Holzbausiedlung Deutschlands. Neben kleineren Gebäuden sind auch bis zu sieben Stockwerke hohe Wohnungsbauten in Holzbauweise geplant. Mehrgeschossiges Bauen in Holzbauweise, das eine hohe Vorfertigung auszeichnet sowie die ökologische Bauweise werden Maßstäbe setzen.

Im Prinz-Eugen-Park, auf dem Gelände der ehemaligen Pionierkaserne, plant die GEWOFAG den Bau von insgesamt rund 630 Wohnungen. Die GEWOFAG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München und bietet den Bürgerinnen und Bürgern von München Wohnraum. Neben Neubau, Vermietung und Verwaltung sind die Sanierung und Instandsetzung des Wohnungsbestandes die wichtigsten Aufgaben. Mit rund 35.000 Wohnungen ist sie die größte Vermieterin in München, Taufkirchen und Unterhaching.

Für rund 460 der Wohnungen im zu bebauenden Prinz-Eugen-Park hat die Wohnungsbaugesellschaft einen Realisierungswettbewerb ausgelobt, der nun entschieden wurde. Gebaut wird voraussichtlich ab 2017. Insgesamt investiert die GEWOFAG in das umfangreiche Projekt auf dem Wettbewerbsgebiet nach heutiger Kostenberechnung rund 140 Mio. Euro.

ökologische Mustersiedlung in München Bogenhausen durch mehrgeschossiges Bauen in Holzbauweise
Vorbild Bad Aibling: Mehrgeschossiges Bauen in Holzbauweise

Auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Bogenhausen entsteht in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit insgesamt etwa 1.800 Wohnungen und Infrastruktureinrichtungen, in dem einmal ungefähr 4.500 Menschen leben werden.

Die GEWOFAG baut auf sechs der 16 Baugebiete des neuen Quartiers insgesamt rund 630 Wohnungen. Für fünf dieser Baugebiete mit insgesamt rund 460 Wohnungen hat die GEWOFAG einen Realisierungswettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerb ist in drei Lose aufgeteilt. Insgesamt beteiligten sich 36 Architekten-Teams.

Im Wettbewerbsgebiet entstehen einkommensorientiert geförderte Wohnungen, Wohnungen gemäß dem Kommunalen Wohnungsbauförderprogramm B, München-Modell-Wohnungen sowie Wohnungen im „Konzeptionellen Mietwohnungsbau“. Im Südteil des Areals baut die GEWOFAG darüber hinaus weitere rund 170 Wohnungen innerhalb einer ökologischen Mustersiedlung.

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz und Fördermöglichkeiten für den privaten Bauherr. E-Mail senden